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Eine bereichernde Erfahrung sind für Siw Müller ihre Einsätze. Auf dem Bild ist sie im Tschad (Afrika) zu sehen und zwar in der Stadt „Am Timan“, die ein Anlaufpunkt für Flüchtlinge ist. Foto: privat
Eine bereichernde Erfahrung sind für Siw Müller ihre Einsätze. Auf dem Bild ist sie im Tschad (Afrika) zu sehen und zwar in der Stadt „Am Timan“, die ein Anlaufpunkt für Flüchtlinge ist. Foto: privat
31.03.2016

Königsbacherin ist rund um den Globus aktiv

Siw Müller hat schon die halbe Welt bereist. Aber nicht etwa, um Urlaub zu machen, sondern um anderen Menschen zu helfen. Die Königsbacherin war schon fünfzehn Mal für die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ unter anderem in Usbekistan, Tadschikistan, Pakistan, Kambodscha, Simbabwe und Somalia im Einsatz, reiste nach Uganda und in die Zentralafrikanische Republik, half in Swasiland, in der Demokratischen Republik Kongo und in Sierra Leone.

Dabei ist Müller gar keine ausgebildete Ärztin. „Ich habe Arzthelferin im Labor gelernt und dann zusätzlich eine Ausbildung zur Medizinisch-Technischen Assistentin gemacht“, erzählt sie. „Ärzte ohne Grenzen“ kannte sie aus den Medien und fürs Reisen hatte sie schon immer was übrig.

Als sie erfahren hatte, dass die Organisation nicht nur Ärzte sucht, hatte sie sich im September 2007 beworben, wurde prompt zum Vorstellungsgespräch eingeladen und hatte im Jahr 2008 ihren ersten Einsatz im afrikanischen Tschad, wo sie mithalf, ein Labor aufzubauen. Das musste allerdings kurz nach seiner Inbetriebnahme wegen Sicherheitsbedenken schon wieder schließen. Um weiterhin eine Aufgabe zu haben, übernahm Müller spontan die Vertretung für eine Logistikerin, die kurzfristig abgereist war.