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Auf diesem Gelände in Königsbach wird die dritte kommunale Kita gebaut. Die Fertigstellung ist für Herbst 2017 geplant. Foto: Faulhaber
Auf diesem Gelände in Königsbach wird die dritte kommunale Kita gebaut. Die Fertigstellung ist für Herbst 2017 geplant. Foto: Faulhaber
25.02.2016

Kommunale Kindertagesstätte in Königsbach entsteht statt im „Plötzer“ bei den Krebsbachwiesen

Königsbach-Stein. Die Kuh ist vom Eis! Die dritte kommunale Kita wird nicht, wie zunächst angedacht und besonders von den sporttreibenden Vereinen der Gemeinde gefürchtet, auf dem Sportgelände „Plötzer“ gebaut, sondern auf einem von der Gemeinde erworbenen Grundstück im Bereich Krebsbachwiesen in Königsbach. Einstimmig votierte der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung im Königsbacher Rathaus für diesen Standort, der zwischen dem Bildungszentrum, dem Kämpfelbach und den Möbelhaus liegt.

Bürgermeister Heiko Genthner informierte ausführlich über die mehr als zweijährige Suche nach einem geeigneten Grundstück, da keines der in Gemeindebesitz befindlichen die Voraussetzungen erfüllt habe. Mit dem Gemeinderat habe man Standortalternativen erarbeitet und auf Realisierbarkeit überprüft. Geblieben sei schließlich der Platz an den Krebsbachwiesen. Nachdem die bauliche und nutzungsspezifische Eignung festgestellt worden war, habe man das Grundstück erwerben können. Der Standort werde allen Anforderungen gerecht und liege in einer zentralen und doch sehr geschützten Stelle. Einstimmig wurde anschließend das hiesige Architekturbüro Morlock mit der Planung beauftragt, das so der Schultes, von mehreren eingeladenen Büros der Verwaltung am geeignetsten für ein solches Projekt erschienen sei.

Vier oder gleich sechs Gruppen?

Hauptamtsleiter Stefan Keller erläuterte explizit die Gründe für den dringend notwendigen Neubau, der entweder zunächst für vier Gruppen erstellt werden könne, mit der Option für einen Anbau auf sechs Gruppen. Bei der Erstellung des L-förmigen, eingeschossigen Gebäudes würden nach der Kostenschätzung des Büros Morlock für die viergruppige Version 2,26 Millionen Euro an Baukosten anfallen, für die sechsgruppige Ausführung 2,75 Millionen Euro. Entsprechend den Zahlen der Kindergartenbedarfsplanung sollte eine Kita mit vier Gruppen im September 2017 in Betrieb gehen. Durch bereits absehbare Ereignisse könne es allerdings schnell zum Bedarf einer fünften Gruppe kommen.

„Vor diesem Hintergrund erscheint es notwendig, das Gebäude nicht in zwei Bauabschnitte zu gliedern, sondern direkt ein Gebäude für sechs Gruppen zu errichten.“ Architekt Frank Morlock stellte das Konzept für das Raumprogramm anschaulich vor und sagte, „wenn’s optimal läuft“ mit dem Bebauungsplan und der Erschließung könne der Bauantrag im April gestellt und im November mit dem Bau begonnen werden. Die Fertigstellung im September/Oktober 2017 nannte er ein „sportliches Ziel.“

Udo Mack (CDU) sagte, „es ist klar, dass vieles für den Komplettbau spricht, wir sind dafür.“ Thomas Kaucher (FWV) fügte an, „die Vergangenheit hat uns gelehrt, dass in diesem Bereich Flexibilität erforderlich ist. Wir sehen es für sinnvoll an, sechsgruppig zu bauen.“ Mehrheitlich beschlossen die Räte das vom Büro Morlock vorgelegte Raumprogramm, sowie das Gebäude in einem Bauabschnitt mit Räumen für sechs Gruppen zu errichten.