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Einen Skatepark schlugen die Achtklässler Josia, Julian und Justin (von links) vom Gymnasium Remchingen vor. Wolfgang Berger von der Landeszentrale für politische  Bildung schaute sich das Modell der Schüler an. Foto: Molnar
Einen Skatepark schlugen die Achtklässler Josia, Julian und Justin (von links) vom Gymnasium Remchingen vor. Wolfgang Berger von der Landeszentrale für politische Bildung schaute sich das Modell der Schüler an. Foto: Molnar
15.01.2016

Kommunalpolitik mitgestalten: Erstes Remchinger Jugendforum in der Kulturhalle

Skatepark, Sprungtürme, Sporthalle – die Jugend von Remchingen hat viele Ideen, um das Leben in ihrem Ort attraktiver zu machen. Beim ersten Remchinger Jugendforum, das am Freitag in der Kulturhalle stattfand und künftig Tradition werden soll, wurden sechs Projekte besprochen und präsentiert. Die Themen Freizeit, Sport und Sicherheit rückten dabei in den Vordergrund. „Das war großartig“, zeigte sich Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon begeistert.

Die Gemeinde hatte das Jugendforum zusammen mit der Landeszentrale für politische Bildung durchgeführt und im Vorfeld vorbereitet. Ziel war, die Jugendlichen in die Kommunalpolitik einzubeziehen, direkt mit ihnen ins Gespräch zu kommen. So fanden vergangenen Dezember drei Informationsveranstaltungen an der Bergschule Singen, an der Carl-Dittler-Realschule und am Gymnasium Remchingen statt. Die 13- bis 18-Jährigen wurden dabei aufgefordert, sich Gedanken zu machen, was sie in der Gemeinde verändern oder voranbringen würden. 45 Remchinger Schüler und Auszubildende aller drei Schulen nahmen teil.

Mit im Boot waren auch acht Gemeinderäte aller Fraktionen, die den Jugendlichen in Workshops als Berater und Projektpaten zur Seite standen. Nachdem alle Projekte vorgestellt wurden, durften die Jugendlichen mit je zwei Stimmen wählen, welches das wichtigste ist. Sieger wurde die Idee von Pascal und Fabian, einen Park für Jung und Alt zu errichten. „Wir wollen einen Platz zum Entspannen, Spazierengehen und Trainieren“, sagten die Jugendlichen. Das Gemeinschaftliche, das Spielen auf der Wiese sei ihnen wichtig. Der Park solle zentral liegen, etwa in der Nähe des Altersheims, und könne mit Sportgeräten wie Stangen für Klimmzüge oder Tischtennisplatten ausgestattet sein. Auch ein Grillplatz sei möglich. „Ihr habt auch an die ältere Generation gedacht“, kommentierte Moderator Wolfgang Berger von der Landeszentrale. Auf Rang zwei kam das Projekt Radwege: Luise und Philipp würden sich einen solchen Weg an der Ortseinfahrt von Singen wünschen, an der Kreuzung Neuwiesen- und Dajastraße. Viele Schüler wüssten auf dem Weg zum Gymnasium nicht, wie sie die Straße dort überqueren sollten. Zudem müsste der Radweg an der Pfinz beleuchtet werden.

Auch für das Freibad (Platz 3) wurden Vorschläge gemacht, etwa ein neues Becken mit Sprungtürmen, für Beachpartys oder Schwimmwettkämpfe. Josia, Justin und Julian würden dagegen eine Skateranlage unter der Autobahnbrücke bei Nöttingen begrüßen, Melissa, Jessy und Lukas einen Platz für Graffitikunst. Auch der Bolzplatz in Nöttingen müsse dringend renoviert werden.

Einzig die Idee einer neuen Mehrzweckhalle sei laut Bürgermeister zurzeit nicht machbar. Alle anderen Themen sollen im Gemeinderat besprochen werden.