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Benjamin Spanic dirigiert letztmalig beim Musikverein Engelsbrand. Foto: Recklies
Benjamin Spanic dirigiert letztmalig beim Musikverein Engelsbrand. Foto: Recklies
23.11.2015

Konzertanter Abschied - Dirigent Spanic verlässt Musikverein Engelsbrand

Das Jahreskonzert des Musikvereins Engelsbrand war nicht nur eine kleine Leistungsschau der aktuell zu den Orchestern gehörenden Musiker, sondern auch ein Abschiedskonzert für dessen musikalischen Leiter.

Nach zwei Jahren verlässt Benjamin Spanic zum Jahreswechsel den Musikverein Engelsbrand als Dirigent. Für die in dieser Zeit geleistete, gute Arbeit dankte der Vereinsvorsitzende Dieter Wittmann dem scheidenden Dirigenten. Verbunden mit dem Wein, den Wittman Spanic überreichte, brachte er augenzwinkernd seine Hoffnung darüber zum Ausdruck, dass die Erinnerung an den MV Engelsbrand länger anhält, als der Rebensaft. Dass die Zusammenarbeit zwischen Benjamin Spanic und den Musikern gut funktioniert hat, war bei dem jüngsten Konzertabend in der Grunbacher Eichberghalle zu erleben. Gut gelaunt präsentierten erst die Mitglieder des Jugendblasorchesters ihr Programm, bevor es dann hieß: Bühne frei für das Blasorchester. Dieter Wittmann machte Werbung für ein Mitwirken in den Orchestern. „Wir brauchen dringen weitere Musiker“, appellierte der Vereinsvorsitzende an das Publikum in der gut gefüllten Eichberghalle.

Einer, der zu den Musikern des „tiefen Blechs“ gehört, ist Emil Greipel. Seit mehr als 45 Jahren macht er als Blasmusiker aktiv Musik, mehr als 30 Jahre davon beim Musikverein Engelsbrand. Auch wenn er sich gegenwärtig mangels Zeit eine kleine Auszeit vom Orchester gönnt, wurde er im Rahmen des jüngsten Konzertabend vom Vorsitzenden des Musikvereins für seine mehr als 30 Jahre währende Treue geehrt. Das Jugendblasorchester gestaltete sein Programm mit „Adele in Concert“ und der Ambosspolka, mit „Highlights from Frozen“ und „Crazy little thing called love“ sowie dem Medley „Coldplay on stage“. Anschließend standen beim Auftritt des Hauptorchesters der spanische Marsch „Amparito Roca“ von Jaine Teixidor, das dynamische Stück „Conga del Fuego Nuevo“ aus der Feder von Arturo Márquez und die nicht minder eindrucksvolle Komposition „Children of Sanchez“ von Chuck Mangione auf dem Programm – nebst zwei Medleys. Zum einen präsentierten die Musiker eine Reihe von Welthits der Jackson 5, zum anderen ließen sie den verstorbenen Udo Jürgens aufleben. Und während die Musiker beim Jackson-5-Medley alle Perücken mit schwarz gelocktem Haar trugen, stand Benjamin Spanic bei der Präsentation der Udo-Jürgens-Songs im weißen Bademantel auf seinem Dirigenten-Podest. Den Lohn bildete viel Applaus.