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Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg konnte einen schnellen Ermittlungserfolg verzeichnen und zwei Tatverdächtige ermitteln. 

Kopf von Spanferkel an die Tür des Islamischen Kulturvereins gehängt - Kriminalpolizei ermittelt zwei Tatverdächtige

Vaihingen/Enz. Mit einer beleidigenden Handlung am späten Samstagabend haben zwei Männer in Vaihingen/Enz für Bestürzung und Verunsicherung in der türkischen Gemeinde gesorgt. Um 23.30 Uhr fuhren sie mit dem Transporter eines Malerbetriebs aus Stuttgart am Gebäude des Islamischen Kulturvereins an der Hauffstraße in Vaihingen/Enz vor, stiegen aus und hängten den Kopf eines gegrillten Spanferkels an die Klinke der Eingangstür des Vereinshauses. Das teilte die Polizei am Sonntag mit.

Die Tathandlung wurde von zwei Videokameras aufgezeichnet. Um 0.30 Uhr verständigten Vereinsmitglieder die Polizei. Das Staatsschutz-Dezernat der Kriminalpolizeidirektion Böblingen hat die Ermittlungen übernommen. Neben den Landes- und Bundesvorsitzenden des DITIB-Verbandes kam auch der türkische Generalkonsul Mehmet Erkan Öner am Sonntag nach Vaihingen/Enz.

Die Videoaufnahmen der Überwachungskameras werden derzeit stark in sozialen Netzwerken verbreitet. Die Polizei legt großen Wert auf die Feststellung, dass der Stuttgarter Malerbetrieb mit seinem Geschäftsführer, dessen Transporter auf dem Video zu erkennen ist, nichts mit der Tat zu tun hat. Über die Videoaufzeichnung hat die Kriminalpolizei mittlerweile zwei Tatverdächtige identifiziert, die am Samstagabend mutmaßlich mit dem Fahrzeug unterwegs waren. Die Ermittlungen dauern derzeit noch an.

Tatverdächtige ermittelt

Wie die Polizei am Montagmittag mitteilte, konnte die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg einen schnellen Ermittlungserfolg verzeichnen: Ein 36-Jähriger und ein 26-Jähriger seiendringend tatverdächtig. "Beide Tatverdächtige wurden aufgrund der Videoaufnahmen eindeutig identifiziert" so die Polizei.

Gemäß den bisherigen Ermittlungen fuhr der 36-Jährige das Fahrzeug, während der 26-Jährige den Tierkopf an der Tür anbrachte. "Auch die weiteren Ermittlungen bestätigten, dass der Malerbetrieb, von dem das Firmenfahrzeug stammte, nichts mit der Tat zu tun hatte", so die Beamten weiter. Die Ermittlungen zur Motivation und den Hintergründen der Tat dauern noch an.