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„Ich bin schon im Internet“: Niefern-Öschelbronns Bürgermeisterin Birgit Förster beim Test des kostenlosen Funks in Niefern mit EnBW-Berater Rolf Schönhaar (von links), den Spendern René Micol und Marco Klotz von der Nieferner Sparkassen-Filiale sowie Klemens Schork, Vorstandschef der VR Bank im Enzkreis.
„Ich bin schon im Internet“: Niefern-Öschelbronns Bürgermeisterin Birgit Förster beim Test des kostenlosen Funks in Niefern mit EnBW-Berater Rolf Schönhaar (von links), den Spendern René Micol und Marco Klotz von der Nieferner Sparkassen-Filiale sowie Klemens Schork, Vorstandschef der VR Bank im Enzkreis.
24.07.2016

Kostenloses Internet in Nieferns Ortsmitte und im Freibad

Niefern-Öschelbronn. Moderne Zeiten in Niefern: Kostenlos ins Internet können jetzt Einwohner an den Geschäften in der Hauptstraße von der Einmündung An der Enz bis zur Kirche in der Ortsmitte, Besucher auf dem Marktplatz sowie im Freibad. „Das ist ein wichtiger Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Gemeinde“, sagte die neue Bürgermeisterin Birgit Förster bei der Einweihung der drahtlosen Zugänge für die Datenautobahn.

Für Handys und Tablets

Auf den freien Netzzugang werden sich junge Leute freuen, die gewöhnlich ein modernes Mobiltelefon ständig bei sich haben. Oder: Benutzer eines handlichen Tabletcomputers, zum Beispiel Touristen, können vor Ort rasch Informationen aus dem Internet herunterladen.

Die EnBW hat die nötigen Funknetze mit Sendern und Empfängern an mehreren Straßenlampen installiert – damit ist in den Bereichen das lückenlose Surfen im Internet garantiert. Der Zugang ist einfach, leichter geht es nicht: Benutzer müssen weder ein Anmeldeverfahren durchlaufen noch zur Bestätigung einen Code eingeben. Wer im Handy das EnBW-Smight-Netz als sogenanntes WLAN auswählt, ist nach kurzer Zeit im Internet – ganz so wie daheim im heimischen Funknetz. Da die Bundesregierung die Frage des Missbrauchs und die Störerhaftung solcher freien Zugänge geklärt habe, könne die EnBW als Anbieter auf Kontrolldaten verzichten, so der EnBW-Kommunalberater Rolf Schönhaar. Erkennbar sind die Funknetze an Hinweisschildern, die an den Straßenlampen angebracht werden.

Die Verbindung sei mit 50 Megabit pro Sekunde recht schnell, so Schönhaar. Allerdings hat nicht jeder Benutzer diese Bandbreite für sich. Die Datenraten schwanken, je nachdem wie viele Benutzer gleichzeitig surfen. Wenn viele zugleich Filme ansehen, wird das Netz besonders stark ausgelastet.

Die Rathausverwaltung und die EnBW haben rasch einen Beschluss des Gemeinderats im Juni umgesetzt. Das Ratsgremium hatte damals entschieden, den zuerst vorgesehenen WLAN-Bereich bei den Schulen auszuklammern, da es in den beiden Bildungseinrichtungen Vorschriften zur Benutzung von Handys gibt. Die Schulen sollen aber mit Glasfaser ans kommunale Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen werden – vom kommenden Schuljahr an hat die Medienbildung im Unterricht einen hohen Stellenwert.

Beitrag der Banken

Die Kosten für die Einführung des kostenlosen Internetzugangs haben sich die Gemeinde, die Nieferner Filiale der Sparkasse Pforzheim Calw und die VR Bank im Enzkreis geteilt. Die beiden Banken haben der Verwaltung jeweils 3200 Euro gespendet. Das Rathaus trägt ebenfalls 3200 Euro Anschaffungskosten sowie zusätzlich den Betriebsaufwand des Funknetzes.

Das System Smight der Energie Baden-Württemberg enthält weitere Bausteine für Kommunen, etwa Ladestationen für elektrische Fahrzeuge oder Messgeräte.