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Die Karlsbaderin Renate Hofmeister wurde mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Die Verleihung erfolgte namens des Bundespräsidenten durch Regierungspräsidentin Nicolette Kressl (Zweite von rechts). Links: Friedrich-Wilhelm Mehrhoff, Geschäftsführer der Deutschen Parkinson-Vereinigung, rechts Karlsbads Bürgermeister Jens Timm. Foto: Weber
Die Karlsbaderin Renate Hofmeister wurde mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Die Verleihung erfolgte namens des Bundespräsidenten durch Regierungspräsidentin Nicolette Kressl (Zweite von rechts). Links: Friedrich-Wilhelm Mehrhoff, Geschäftsführer der Deutschen Parkinson-Vereinigung, rechts Karlsbads Bürgermeister Jens Timm. Foto: Weber
28.12.2015

Kraftvoll für Patienten engagiert

„Mit ihrem außerordentlichen ehrenamtlichen Engagement haben Sie beispielhafte Selbsthilfearbeit geleistet und damit ganz bedeutend zu einem humanen und respektvollen Miteinander in unserer Gesellschaft beigetragen,“ betonte Regierungspräsidentin Nicolette Kressl bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse an die Karlsbaderin Renate Hofmeister im Bürgersaal des Neuen Rathauses in Langensteinbach.

Das über 25-jährige Engagement für an Parkinson erkrankte Menschen von Renate Hofmeister sei geprägt von gelebter Nächstenliebe und ein Samariterdienst für chronisch kranke Menschen, die in ganz besonderem Maße auf Hilfe und Beistand angewiesen sind. „Sie haben immer eine offenes Ohr und einen guten Ratschlag für alle“, meinte die Regierungspräsidentin. „Für Renate Hofmeister gilt die Frage, was kann ich für meine Mitmenschen tun, als Selbstverständnis. Es erfüllt uns daher mit Stolz, dass eine Mitbürgerin für ihr aufopferndes Wirken mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet wird“, unterstrich Karlsbads Bürgermeister Jens Timm.

Dabei hat sich die Frau, die seit 1978 mit der Familie in Karlsbad lebt, ihr Engagement so nicht ausgesucht. Es war im Jahre 1973, als ihr Leben mit der Erkrankung ihres Ehemannes an „Morbus Parkinson“ eine enorme Veränderung erfuhr. Dieser Einschnitt mit allen menschlichen und sozialen Auswirkungen für die Familie ließ sie nicht resignieren. Zunehmend setzt sie ihre große vitale Kraft und ihre positive Lebenseinstellung auch für Patientenkreise und deren Angehörige ein. Seit 1990 führt sie die Selbsthilfegruppe für Parkinson-Erkrankte Karlsruhe mit Karlsbad und Pforzheim als Regionalleiterin. Hinzu kommt die Mitarbeit bei den Regionalgruppen Bruchsal und Bretten.

Neben administrativen Aufgaben wie auch der Öffentlichkeitsarbeit zählen unzählige Hausbesuche, Patientenseminare, kulturelle Angebote, wöchentliche Treffen von Erkrankten und deren Angehörigen bis zu gemeinsamen Urlaubsreisen zur großen Palette des persönlichen Einsatzes. Gerade diese für sie überaus bedeutende Arbeit an der Basis möchte die Geehrte weiterführen. Dies auch dann, wenn die 75-jährige Karlsbaderin im Frühjahr kommenden Jahres den Vorsitz im Landesverband Baden-Württemberg der Deutschen Parkinson Vereinigung, den sie seit 2000 inne hat, aufgeben wird und sich im Bundesverband zurückziehen möchte. Von einer Mitarbeit im Bundesvorstand durch Renate Hofmeister sprach dessen Geschäftsführer, Friedrich-Wilhelm Mehrhoff.