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Frisches Fleisch aus eigener Schlachtung verkaufen in ihrem Hofladen aus einer gut bestückten Theke Kerstin und Mutter Doris Wößner.
Frisches Fleisch aus eigener Schlachtung verkaufen in ihrem Hofladen aus einer gut bestückten Theke Kerstin und Mutter Doris Wößner.
Um die 50 Rinder haben Kerstin Wößner und deren Eltern auf dem Bauernhof in Keltern-Weiler zu versorgen. Auch Schweine, Hühner und zeitweise Gänse und Puten sind dort anzutreffen.  Seibel
Um die 50 Rinder haben Kerstin Wößner und deren Eltern auf dem Bauernhof in Keltern-Weiler zu versorgen. Auch Schweine, Hühner und zeitweise Gänse und Puten sind dort anzutreffen. Seibel
18.02.2016

Kreisbauerntag: Familie Wößner in Weiler hält sich mit einem Hofladen über Wasser

Der Hofladen des Familienunternehmens Wößner in Weiler feiert 20-jähriges Bestehen. „Viele Stammkunden sind uns von Anfang an treu. In den zurückliegenden Jahren haben wir auch zahlreiche neue Kunden hinzugewonnen“, freut sich Seniorchefin Doris Wößner (64). So viele, dass sie zwei weitere Verkäuferinnen beschäftigt.

Die Situation der örtlichen Höfe ist beim Kreisbauerntag am Freitag ab 13.30 Uhr in Enzberg ein Thema. Im Hofladen an der Ittersbacher Straße in Weiler ist einiges los. Wenn das Geschäft freitags und samstags geöffnet hat, geben sich die Käufer die Türklinke in die Hand. Kein Wunder: Die lange Kühltheke lockt mit einem überzeugenden Angebot an Fleisch- und Wurstwaren.

Immer neue Gesetze

Nicht nur aus allen Kelterner Ortsteilen, sondern auch aus Pforzheim, Ispringen, Karlsbad, Waldbronn und anderen Gemeinden steuern die Autofahrer den Aussiedlerhof an.

Alles bestens, so könnte man meinen. Doch Juniorchefin Kerstin Wößner, im Hauptberuf Bilanzbuchhalterin in einem Ittersbacher Industriebetrieb, kennt die Zahlen. Die 37-Jährige weiß: „Man kann fast nicht mehr davon leben. Immer neue Gesetze, Verordnungen und Kontrollen sind kaum noch zu bewältigen.“ Deshalb macht sie keinen Hehl aus ihren Überlegungen: „Ich muss mir schon Gedanken machen, ob sich unsere Landwirtschaft in Zukunft noch finanziell trägt. Ich habe keinen Job mit einer Arbeitszeit zwischen Montag und Freitag von 9 bis 17 Uhr, sondern eine Sieben-Tage-Woche mit hohem Einsatz.“ Und auch ihr Vater Kurt (66) sagt: „Es ist schwer, über die Runden zu kommen.“ Kerstin Wößner nennt ein Beispiel: „Im Jahre 2010 mussten wir die EU-Zulassung beantragen, um überhaupt noch schlachten zu dürfen. Das war ein Riesen-Papierkrieg. Auch sonst nimmt der Papierkram überhand.“

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