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Was sieht CDU-Kreisvorsitzender Gunther Krichbaum (links)? Stefan Mappus’ politische Zukunft (braunes Jackett) ist offen.
Was sieht CDU-Kreisvorsitzender Gunther Krichbaum (links)? Stefan Mappus’ politische Zukunft (braunes Jackett) ist offen.
Viele Gespräche: Susanne Verweyen-Mappus (links) mit Krichbaum, Mappus mit Wurmbergs Bürgermeister Teply (rechts).
Viele Gespräche: Susanne Verweyen-Mappus (links) mit Krichbaum, Mappus mit Wurmbergs Bürgermeister Teply (rechts).
Zwei CDU-Politiker froh vereint: Mappus und Krichbaum, Wilfried Kolacek beobachtet das fröhliche Miteinander.  Fux
Zwei CDU-Politiker froh vereint: Mappus und Krichbaum, Wilfried Kolacek beobachtet das fröhliche Miteinander. Fux
13.08.2017

Krichbaum und Mappus betonen an der A8 Gemeinsamkeiten

Es ist wie immer: Wenn Stefan Mappus zur Hocketse an dem nach ihm benannten Stegs über die A8 kommt, ist die Stimmung locker und gelöst. Das von Gerhard Hermann, dem Vorsitzenden des CDU-Ortsverbands Wurmberg, organisierte „Mappus-Stegfeschtle“ ist vor allem ein familiäres Treffen unter (Partei)-Freunden. Da werden keine flammenden politischen Reden gehalten, sondern da wird in entspannter Atmosphäre mitten in der Natur bei Bratwurst und Hefezopf miteinander an Stehtischen und auf Bierbankgarnituren sitzend freundschaftlich bei bester Laune geplaudert.

Dass es ausgerechnet auch rote Bratwürste gibt, ist für Wurmbergs CDU-Gemeinderat Thomas Meeh, der hinter dem Grill steht, kein Problem: „Ich lasse die roten noch etwas schwarz werden“, scherzt er.

Auch der Namensgeber und frühere Ministerpräsident Stefan Mappus kommt mit seiner Frau Susanne Verweyen-Mappus und dem 13-jährigen Sohn Benedikt, wie es bereits Familientradition ist, vorbei. Ebenso auf Schusters Rappen unterwegs ist auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum, an der Leine Straßenhund Lucky, den er vor zwei Jahren mit seiner Frau Oana aus Rumänien mitgebracht hat. Krichbaum und Mappus kommen gemeinsam zur CDU-Hocketse.

Stefan Mappus wird natürlich auf ein politisches Comeback angesprochen – er antwortet mit einem Schulterzucken und kokettierend: „Ich bin erst 51 und habe in den letzten zehn Jahren so viel erlebt, da schließe ich nichts aus.“ „Da hat auch die Familie mitzureden und mitzuentscheiden“, sagt Verweyen-Mappus, die ihren Mann immer unterstützte. „Ohne Familie geht es nicht“, weiß Mappus aus Erfahrung und nimmt seine Frau in den Arm.

Auf die eher scherzhaft gemeinte Frage, ob Mappus (51) Krichbaum (53) beerben möchte, antwortet Krichbaum: „Beerben setzt einen Todesfall voraus und wir möchten hier doch ein schönes Fest feiern“. „Es gibt nicht nur Bundestagswahlen“, wirft Mappus bestens gelaunt hinterher.

Wenn man die Flaggen auf dem Mappus-Steg wehen sieht, darunter das Königreich Württemberg, die Baden-Württemberg-Fahne, die Flagge des Enzkreises, die Deutschland-Fahne, die europäische oder die Wurmberger, dann gäbe es noch einige Optionen, doch diese scheinen derzeit eher nicht das Ziel von Mappus zu sein.

„Stefan Mappus ist immer ein politisch denkender Kopf. Wir arbeiten gut zusammen, was man bei der Pforzheimer OB-Wahl gesehen hat“, sagt Krichbaum

2004 hatte Mappus die Überführung, die seinen Namen trägt, erkämpft: „Eigentumsrechtlich gehört mir der Steg nicht, sonst würde ich ihn an die Gemeinde Wurmberg verkaufen“. Tatsächlich gebe es den Steg ohne Mappus nicht, wie die PZ berichtete. Denn die Planer des A 8-Ausbaus weigerten sich, dort Ersatz für die kaputte Holzbrücke zu schaffen. Doch Mappus, damals Verkehrsminister, schritt ein, der Steg kam doch noch, etwas, das ihm viele Wanderer und Radfahrer bis heute nicht vergessen haben. Auch zum CDU-Ortsverband Wurmberg und dessen Vorsitzenden Gerhard Hermann hatte er stets einen guten Draht, denn dieser unterstützte den Ex-Ministerpräsidenten auch in schwierigen Zeiten.

Dies haben Mappus und seine Familie nicht vergessen. Sie kommen gerne zum Fest und sind manchmal dort im Naherholungsgebiet unterwegs. So auch Wurmbergs Bürgermeister Jörg-Michael Teply und sein Wimsheimer Kollege Mario Weisbrich, die das Gespräch mit Gunther Krichbaum nutzen, um mit Blick auf den Ausbau der A 8 im Enztal auf Belastungen in ihren Orten hinweisen, wenn Fahrer den Staus in der Großbaustelle ausweichen.