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11.05.2016

Kritik an Konzentration von Flüchtlingen in Ersingen

Die CDU-Fraktion im Kämpfelbacher Gemeinderat hat beantragt, dass nach der geänderten Situation bei den Flüchtlingszahlen über die geplanten Standorte und die noch im Raum stehende Anschlussunterbringung von bleiberechtigten Asylbewerbern offen diskutiert wird.

Umstritten ist der Zeitplan des Landratsamts für die geplanten Containerstandorte. Hauptamtsleiter Thomas Huck informierte nun über den aktuellen Stand: Derzeit haben in den privaten Gebäuden Lange Straße 116 und Haus Schlossgasse 8, im Gemeindegebäude Bahnhofstraße 40 und im Gebäude der katholischen Kirchengemeinde an der Weinsteige 10 (alle in Ersingen) insgesamt 108 Personen Aufnahme gefunden. Wie Huck weiter berichtet, sei allerdings nichts planbar, auch nicht die Anschlussunterbringung, weil die weitere Entwicklung der Flüchtlingszahlen abgewartet werden müsse. Nach Stand Ende 2015 sollen in Kämpfelbach insgesamt 211 Personen untergebracht werden, so dass über 100 weitere Wohnplätze bereitgehalten werden müssten.

Dafür sind die Containerstandorte Bolzplatz an der Laubigstraße in Ersingen und ein Wiesengrundstück am Königsbacher Weg in Bilfingen vom Gemeinderat beschlossen worden. Jeweils 40 bis 56 Wohnplätze sind auf diesen Arealen geplant. Für den Bolzplatz in Ersingen ist die Baugenehmigung bereits erteilt. Für das Gelände in Bilfingen fehlt sie noch. Wie Bürgermeister Udo Kleiner berichtet, hat das Landratsamt Enzkreis mitgeteilt, dass die Containerwohnanlage auf dem Ersinger Bolzplatz planmäßig aufgebaut und im Sommer in Betrieb gehen soll. Bilfingen werde vorbereitet und später ausgebaut. Diese Nachricht wurde von Gemeinderäten mit Unmut aufgenommen. Man habe es als Versprechen des Landratsamtes angesehen, dass nach dem Wunsch des Gemeinderates zuerst die Containeranlage am Königsbacher Weg in Bilfingen in Betrieb gehen werde. Jetzt konzentriere sich alles in Ersingen.