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Wie geht es mit der Ellmendinger Schule weiter? Foto: Ketterl, Archiv
Wie geht es mit der Ellmendinger Schule weiter? Foto: Ketterl, Archiv
03.03.2017

Kritik an zu großer Eile: Entscheidung zur Schule in Ellmendingen soll am Dienstag fallen

Keltern. Im Vorfeld der Gemeinderatsentscheidung zur Schulstruktur in Keltern (Dienstag, 7. März, 19 Uhr, Mehrzweckhalle Ellmendingen) gab es noch einige deutliche Wortmeldungen.

Die nächste Kelterner Gemeinderatssitzung verspricht spannend zu werden, denn es wird über die Zukunft des Ellmendinger Grundschulstandorts abgestimmt (PZ berichtete). Zwar haben sich die meisten Fraktionen festgelegt, gleichwohl heißt dies nicht, dass es einen Fraktionszwang gibt. So hat in dieser Woche beispielsweise Corinna Ratz von der Freien Wählervereinigung (FWG) gegenüber der Redaktion ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie die Mehrheitsmeinung ihrer Fraktion nicht teilt, also nicht dafür stimmen will, dass die beiden Grundschulstandorte in Dietlingen zusammengefasst werden. Dies sei bereits im November im Ratsgremium kommuniziert worden.

Dass die vertagte Entscheidung nun doch vergleichsweise rasch wieder auf die Tagesordnung gekommen ist, wird zudem nicht von allen Bürgern für gut geheißen. Mehr Zeit hätte sich beispielsweise die in der Schulelternarbeit engagierte Heike Schweitzer gewünscht. Die Dietlingerin in ihrem neuerlichen Schreiben an die PZ: „Leider drückt man im Rathaus plötzlich voll aufs Gas und möchte die Entscheidung erreichen, bevor die Gremien der Schule, also Elternabend/Schulkonferenz/Elternbeirat, zusammenfinden.“ Das sei sehr bedauerlich. Schweitzer findet, dass in der veröffentlichten Meinung die Vertreter für die Beibehaltung des Ellmendinger Schulstandorts viel stärker zum Zuge gekommen seien. Die Argumente für eine Zusammenlegung am Standort Dietlingen seien vielen Bürgern nicht ausreichend bekannt, findet Schweitzer.

Die Argumente der Dietlingerin: „Nachdem die Werkrealschule in Dietlingen mangels Schülern im vergangenen Schuljahr geschlossen wurde, steht der Gemeinderat am kommenden Dienstag vor einer wichtigen Entscheidung. Soll dass momentan weitgehend leerstehende Schulzentrum in Dietlingen mit zwei Sporthallen, einem Hartplatz, einem Pavillon für Kernzeit und Mittagessen sowie einem riesigen Außengelände genutzt werden, um die beiden Kelterner Grundschulstandorte hier zu vereinen?“ Schon seit Jahren, so Schweitzer, gehörten die Schulen in Ellmendingen und Dietlingen zusammen und würden unter dem Namen Johannes-Kepler-Schule von einer Schulleitung geführt. Nun biete sich die Gelegenheit, alle Nachteile, die zwei getrennte Standorte für die Schulentwicklung darstellten, hinter sich zu lassen und gleichzeitig den Leerstand in Dietlingen zu beheben.

An dieser Stelle wird darauf hingewiesen, dass es auch den Verein „Eltern für Keltern“ gibt, der sich für den Erhalt des Ellmendinger Schulstandorts einsetzt.

Alle Stellungnahmen im Überblick:

Gemeinsam leben – gemeinsam lernen

-Ein Beitrag von Heike Schweitzer-

Nach dem die Werkrealschule in Keltern Dietlingen mangels Schülern im vergangen Schuljahr geschlossen wurde, steht der Gemeinderat am kommenden Dienstag vor einer wichtigen Entscheidung: Soll dass momentan weitgehend leer stehende Schulzentrum in Dietlingen mit 2 Sporthallen, einem Hartplatz, einem
Pavillon für Kernzeit und Mittagessen, sowie einem riesigen Außengelände genutzt werden, um die beiden kelterner Grundschulstandorte hier zu vereinen? Ich hatte gehofft, dass die Gemeinde uns Eltern mehr Zeit lässt, um Position zu beziehen, denn im März finden die 2. Elternabende, die 1. Schulkonferenz und die 2. Elternbeiratssitzung im laufenden Schuljahr statt. Aus den Treffen zu Beginn des Schuljahres sowie den Rückmeldungen auf meinen offenen Brief weiß ich, dass ich mit meiner Meinung nicht alleine stehe – für eine gemeinsame Aktion war die Zeit so aber leider zu knapp. Daher wende ich mich noch einmal als Einzelperson an Sie.
Nach meinem letzten Schreiben musste ich mir den Vorwurf gefallen lassen, ich hätte mich nur auf den Verein Eltern für Keltern eingeschossen und es ginge mir gar nicht mehr um die Schulzusammenlegung an sich. Dem möchte ich hiermit widersprechen und noch einmal die Vorteile, die ein gemeinsamer Standort in Dietlingen hätte, hervorheben. Dazu stütze ich mich auf Aussagen des Kollegiums der JKS Keltern, Meinungen der Eltern und Elternbeiräte sowie Zahlen, die die Verwaltung vorgelegt hat.
Schon seit Jahren gehören die Schulen in Ellmendingen und Dietlingen zusammen und werden unter dem Namen Johannes-Kepler-Schule von einer Schulleitung geführt. Nun bietet sich die Gelegenheit, alle Nachteile, die zwei getrennte Standorte für die Schulentwicklung darstellen, hinter sich zu lassen
und gleichzeitig den Leerstand in Dietlingen zu beheben. In den siebziger Jahren besuchten 560 Schüler die Dietlinger Schule, mit den zu erwartenden 250 – 300 Grundschülern und den in jüngerer Zeit hinzugekommenen Räumlichkeiten (Mehrzweckhalle, Pavillon) böte das Gebäude räumlich herausragende Möglichkeiten für einen zukunftsorientierten Schulalltag. Es könnten Fachräume der ehemaligen Werkrealschule, wie z.B. Schulküche und Werkräume weitergenutzt werden – eine Situation, die reine Grundschulen normaler Weise nicht vorfinden. Für praktische Arbeiten und ergänzende Nachmittagsangebote sind solche Räume ein wahrer Schatz.

In den zurückliegenden Jahren haben Schulleitung und Kollegium viel Zeit, Arbeit und Ideen investiert, um die Werkrealschule in eine Gemeinschaftsschule zu verwandeln. Leider war das alles (fast) umsonst, denn die Methoden der Gemeinschaftsschule lassen sich nur bedingt auf die Klassen 1-4 übertragen. Die Aufgabe der JKS wird es daher sein, sich nun als reine Grundschule zu definieren und das Schulprofil in diese Richtung weiter zu entwickeln. Eine Aufgabe, die gemeinsames Reden und Handeln erfordert und durch die Beibehaltung der zwei Standorte deutlich erschwert wäre.
Zusätzliche neue Herausforderungen ergeben sich zwischenzeitlich durch die Kinder der Asylsuchenden in Keltern. Nachdem zuerst die Dietlinger Schule mit einer größeren Zahl dieser Kinder gefordert war, ist im Moment der Standort in Ellmendingen stärker betroffen. Dazu ausgerechnet in 2 ohnehin großen Klassen (2 x 26 Schüler), denn, auch wenn es die Gegner nicht gerne hören, auch 2 Standorte sind kein Garant für sehr kleine Klassen. Ich stehe nach wie vor zu den empirischen Forschungsergebnissen, wonach die Klassengröße nur geringen Einfluss auf den Unterrichtserfolg hat, möchte aber dennoch betonen, dass es natürlich besser ist, „Lasten“ gleichmäßig auf mehrere Klassen zu verteilen. Bitte sehen sie mir das schreckliche Wort im Zusammenhang mit Kindern nach. Aber aus meiner täglichen Arbeit als VKL-Lehrerin* weiß ich, wie schwierig die Integration dieser Kinder ist, und wie ungünstig es sein kann, wenn die Gruppe der zu Integrierenden in einer Klasse groß ist.
Auch organisatorisch wären die VKL-Schüler an einem Standort viel besser zu versorgen. Momentan muss jede Schulstelle mit ihren Schülerzahlen VKL-Stunden beantragen, bei zu wenigen Schülern, wie derzeit in Dietlingen, bekommt man dann fast nichts. Beide Schulen zusammen böten hier ganz andere Möglichkeiten, was die Einrichtung einer VKL-Klasse angeht.
Dasselbe dürfte für Kinder mit Behinderungen gelten. Auch hier muss man in Zukunft eher damit rechnen, dass Eltern einfordern ihre Kinder inklusiv zu beschulen. Auch hier wäre es vorteilhaft, mindestens 3 Parallelklassen zu haben, die solche Kinder aufnehmen.
Unabhängig von Flüchtlingen oder Kindern mit Behinderung gibt es in jeder ganz normalen Klasse Kinder, die eine besondere, zusätzliche Förderung erhalten sollten. Auch hier hätten Anträge auf zusätzliche Lehrerstunden voraussichtlich mehr Erfolg, einfach weil die notwenigen Zahlen erreicht werden könnten. Und die Organisation dieser Lerngruppen, d.h. das Zusammenfassen von Kindern mit ähnlichen Schwierigkeiten wäre besser möglich.
An dieser Stelle muss auch noch einmal hervorgehoben werden, dass in Ellmendingen wirklich akute Raumnot herrscht. Selbst wenn man hier allein die nötigen Zahlen vorweist und Lehrerstunden bewilligt bekommt, ist es sehr schwierig die Stunden zu halten, weil es einfach zu wenige Räume gibt. Das betrifft auch die Gestaltung der Stundenpläne ganz generell. Natürlich ist man bemüht, pädagogisch sinnvolle Pläne zu erstellen, aber bei nur einer Sporthalle, einem Raum für jede Klasse und Lehrkräften, die nur an bestimmten Tagen unterrichten können (z.B. Religion) ist die Flexibilität leider stark eingeschränkt.
Als Relikt der WRS-Zeit bezahlt die Gemeinde weiterhin eine Schulsozialarbeiterin, deren Arbeit inzwischen den Grundschülern zu Gute kommt. Aufgrund der oben genannten neuen Entwicklungen ist das sicher ein Segen für die Kinder und das Klima an der Schule. Leider arbeitet sie aber nur an einem der beiden Standorte. Ist das gerecht und sinnvoll?

Lehrer können natürlich (fast) alles – aber manches doch besser als anderes. An zwei getrennten Standorten können die fachlichen und persönlichen Kompetenzen der Lehrkräfte nicht immer optimal eingesetzt werden. Gerade Fächer wie Musik, Sport oder auch Religion sind davon betroffen. So ist möglicherweise eine tolle Musiklehrerin gezwungen Mathematik zu unterrichten, am andern Standort ist es umgekehrt. Bei mehreren Parallelklassen ist das einfach zu vermeiden. Und hier ist die Studienlage eindeutig: fachliche Kompetenz und Leidenschaft für ein Fach haben großen Einfluss auf den Lernerfolg der Kinder.
Dasselbe gilt für kollegialen Austausch und gemeinsames Vorbereiten, Durchführen und Auswerten von Unterrichtseinheiten. Auch hier verbessert die Zusammenarbeit der Lehrkräfte die Erfolge der Kinder statistisch signifikant. Es liegt auf der Hand, dass diese Arbeitsweise nur unter einem Dach praktikabel ist.
Selbst ganz normale Alltagsprobleme wie das Organisieren von Vertretungsstunden wären an einem Standort wesentlich leichter zu handhaben. Man kann von einem Lehrer erwarten, dass er bei Ausfällen der Kollegen länger da bleibt – dass er in einer 5 Minuten Pause aus Dietlingen nach Ellmendingen (oder umgekehrt) saust, um dort eine Stunde zu vertreten, ist eine Zumutung. Das heißt im Krankheitsfalle wurstelt jeder Standort mehr oder weniger vor sich hin, was gerade in Dietlingen mit derzeit nur 6 Klassen und nur noch sehr wenigen Lehrern ein echtes Problem darstellt, denn die „verlässliche Grundschule“ erlaubt höchstens im Voraus angekündigte Unterrichtsausfälle. So kommt es leider immer wieder vor, dass Notlösungen gestrickt werden müssen, indem z.B. die FSJ-Kräfte ganze Klassen beaufsichtigen. In solchen Stunden werden die Kinder nur noch „gehütet“, gelernt werden kann so nicht.
All diese Schwierigkeiten wären am gemeinsamen Standort in Dietlingen Geschichte. Drei Parallelklassen pro Jahrgang wären zu erwarten – für eine Grundschule so etwas wie die optimale Betriebsgröße. Und das in einem Gebäude, das für diese Aufgabe bestens ausgestattet ist.
Nutzen Sie also Ihre Stimme, um zum ersten Mal wirklich Einfluss auf die Schulentwicklung in unserer Gemeinde zu nehmen. Bisher hingen alle unsere Pläne von dritten ab und führten nicht zum Erfolg. Im vorliegenden Fall sieht es anders aus. Ob in Zukunft zusammen wächst, was zusammen gehört, ob aus gemeinsam leben in Keltern auch gemeinsam lernen in Keltern werden kann, hängt ganz von Ihrer Entscheidung ab.
Nutzen Sie die Chance die beiden Standorte zu vereinen und damit unseren Kindern in Zukunft eine noch bessere Schule zu ermöglichen!


Mit freundlichen Grüßen,
Heike Schweitzer


* VKL ist die derzeit gängige Abkürzung für Vorbereitungsklassen, in denen Kinder, die kein oder wenig Deutsch sprechen, unterrichtet werden.

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Blockierte Entscheidungsfindung in Sachen gemeinsamer Schulstandort der JKS

-Ein Beitrag von Heike Schweitzer-

Durch die Arbeit meines Vaters im Gemeinderat und die Veröffentlichung in der PZ und den Gemeindenachrichten dieser Woche habe ich Kenntnis von der wiederholten Einflussnahme des Vereins „Eltern für Keltern“ auf die Entscheidung zur Zusammenlegung der beiden Grundschulstandorte erhalten.

Ich möchte Sie alle ermutigen, sich in Ihren Entscheidungen nicht einseitig von einer kleinen, aber sehr lauten Gruppe beeinflussen zu lassen. Der Verein hat zwischen 50 und 60 Mitglieder, davon etliche sogenannte Familienmitgliedschaften, d.h. es wird hier die Meinung von vermutlich weniger als 40 Familien lanciert. Auf ganz Keltern gesehen eine sehr kleine Gruppierung. Leider habe ich das Gefühl, dass es bisher nur diesen Gegnern der Zusammenlegung gelungen ist, sich und ihrer Position ausreichend Gehör zu verschaffen.

Das ist vor allem deswegen bedauerlich, weil dieser Verein ausgesprochen unlautere Mittel anwendet, um die eigene Position zu stärken. Es werden falsche Behauptungen aufgestellt und völlig ungerechtfertigte Ängste geschürt – ein eigentlich ungeheuerliches Vorgehen, wenn man bedenkt, dass dieser Verein sich auf die Fahnen schreibt einen besonderen Beitrag zu Demokratie und bürgerlichem Engagement zu leisten.

Die Veröffentlichungen im Internetauftritt des Vereins geben beispielsweise einen ganz einseitigen Eindruck vom Verlauf der öffentlichen Gemeinderatssitzung im November wieder. Zitat EfK: Der Verwaltungsvorschlag beinhaltet die Zusammenlegung der Schule in Dietlingen und Zusammenlegung der Ellmendingen Kindergärten im Schulgebäude. Die versammelte Bürgerschaft hat auf der Versammlung Ihre Meinung geäußert, die sich nicht mit dem Verwaltungsvorschlag deckt. Ich war selbst anwesend – zähle mich also auch zur versammelten Bürgerschaft - aber im Gegensatz zu den Vereinsmitgliedern wäre es mir und vielen anderen nie in den Sinn gekommen den Tagesordnungspunkt „Fragen der Bevölkerung“ zu missbrauchen, um meine Meinung zum Thema kundzutun. Denn es gab ausreichend Gelegenheit dies vor der Sitzung in schriftlicher Form zu machen. Die Verwaltung hat sich ja wirklich sehr viel Mühe gegeben möglichst vielfältige Argumente zu sammeln und Ihnen zur Verfügung zu stellen. Schade, dass diese unerlaubten Statements nicht sofort unterbunden wurden. Welcher Eindruck dadurch entstehen konnte, ist ja inzwischen offensichtlich.

Als Mitglied im Elternbeirat der JKS Keltern, ehrenamtlich in unserer Kirchengemeinde Tätige und dreifache Mutter von Kindern im Grundschul- und Kindergartenalter habe ich viele Kontakte zu Eltern in Keltern und bei weitem nicht alle teilen die Position des o.g. Vereins.

Zu Beginn des Schuljahres 16/17 hat sich der Elternbeirat große Mühe gegeben, zu einem Stimmungsbild der Elternschaft an beiden Schulstandorten zu kommen. Unser Vorsitzender Herr Dürr hat die Ergebnisse sehr ausgewogen und mit zahlreichen Sachargumenten unterfüttert für Sie zusammengestellt, damit Sie in der Novembersitzung zu einer guten Entscheidung kommen sollten. Wir alle wissen, dass das nicht geklappt hat.

Seiner Darstellung können Sie entnehmen, dass beide Positionen (Pro und Contra Zusammenlegung der Schulstandorte) in etwa gleich stark vertreten waren. Es ist also mitnichten so, dass irgendjemand für sich beanspruchen könnte, die Mehrheit der Eltern auf sich zu vereinen, auch wenn der Name des o.g. Vereins dies leider suggeriert.

Die aufgelisteten Sachargumente in der Darstellung des Elternbeirats aber sprechen eine andere, ganz eindeutige Sprache – es gibt einfach viel mehr und qualitativ überzeugendere Vorteile als Nachteile bei einer Zusammenlegung der Standorte.

Die Gegner aber lassen jedes noch so fadenscheinige Argument bestehen, um diesen eklatanten Unterschied in der schieren Menge sowie der Qualität der Vor- und Nachteile zu marginalisieren. In den Veröffentlichungen des Vereins werden immer wieder unbegründete Ängste geschürt und Ihre bisherige Arbeit im Bereich Schulentwicklung diskreditiert.

Auch hier möchte ich Sie ermutigen. Es gibt in Keltern viele Eltern, die sehr gut verstanden haben, dass man den Verlust der Werkrealschule nicht Ihnen und Ihrer Arbeit anlasten kann. Wenn man dafür unbedingt einen Verantwortlichen benennen möchte, dann waren es letztendlich wir Eltern selbst, die mit den Füßen abgestimmt haben und ihren Kindern höherwertige Bildungsabschlüsse ermöglichen wollten. Dieser landesweite Trend hat gar nichts mit Ihrer Arbeit und auch nicht mit der Arbeit der Schulleitung oder des Kollegiums der JKS zu tun. Vielen von uns ist im Gegenteil durchaus bewusst, welch große Anstrengungen unternommen wurden, um eine weiterführende Schule in Keltern zu halten. Auch hier hatten Sie - hatten wir alle - einfach großes Pech, dass die Gemeinschaftsschule nicht bewilligt wurde. Das ernüchternde Ergebnis dieser Entscheidung des RPs/Schulamtes ist, dass es tatsächlich ungerechtfertigt sein dürfte, zu hoffen, dass wir in Keltern in absehbarer Zukunft wieder eine weiterführende Schule haben werden. Zitat EfK: Es ist davon auszugehen, dass durch den veränderten Schulbetrieb eines der Gebäude stillgelegt bzw. umgenutzt wird. Eine solche Umnutzung hätte auch zur Folge, dass auf sehr lange Sicht keine weiterführende Schule mehr in Keltern eingerichtet werden kann, da die notwendige Infrastruktur nicht mehr zur Verfügung steht. Mag sein, aber wenn es doch ohnehin keinen Anlass zu dieser Hoffnung gibt, warum sollte man dann eine vorhandene Infrastruktur nicht anderweitig sinnvoll nutzen? Wie lange sollte man ungenutzte Infrastruktur für nicht vorhersehbare zukünftige Entwicklungen vorhalten? Wie soll man Ausgaben für Erhalt und Instandsetzung eines größtenteils lehrstehenden Schulgebäudes dauerhaft rechtfertigen? Warum sollte man auf die Vorteile die eine Zusammenlegung bringen würde verzichten, und für welchen Zeitraum?

Zitat EfK: In Kindergarten und Schule werden Beziehungen und Freundschaften geknüpft, die ein ganzes Leben definieren. Hier entsteht ein Zugehörigkeitsgefühl, hier entsteht Identität, hier entsteht Gemeinschaft und in letzter Konsequenz Gemeinde. Hier wird entschieden, ob sich Menschen wirklich in unserer Gemeinde wohlfühlen, sie als Heimat empfinden und nicht nur als Wohnort, ob sich unsere Kinder mit unserer Gemeinde identifizieren und eines Tages bereit sind für sie einzustehen.

Ganz genau, und es gibt in Keltern glücklicherweise auch auf lange Sicht genügend Grundschüler, für die wir alle Verantwortung tragen. Eine Zusammenlegung der Standorte im Dietlinger Schulgebäude würde deren Bildung in Keltern in Zukunft sicherstellen und dem Kollegium dank freiwerdender Ressourcen eine Schärfung des Schulprofils als nunmehr reine Grundschule ermöglichen. Viele von uns würden eine gut ausgestattete Grundschule für alle Kinder Kelterns sogar als eine Steigerung der Attraktivität Kelterns empfinden. Nicht zuletzt könnten so auch Dietlinger Kinder Freunde aus anderen Ortsteilen finden und diese Beziehungen pflegen. Der Schulstandort in Ellmendingen vernetzt ja schon heute die 4 anderen Ortsteile intensiv. Keltern würde unserer Meinung nach durch eine gemeinsame Grundschule besser und stärker als bisher zusammenwachsen.

Auch die immer wieder geäußerte Angst, dass eine Zusammenlegung dazu führen wird, dass junge Familien in Zukunft einen Bogen um Keltern machen, halten die meisten, die ich kenne, für bloße Propaganda. Denn: Keltern ist familienfreundlich.

Viele Eltern sehen, dass Sie unter Aufwendung erheblicher Mittel eine ungeheure Vielfalt an Kindergärten erhalten, dass Gebäude sehr gut ausgestattet und gepflegt werden, dass bei uns Grundschulkinder kostenlos am Nachmittag und in den Ferien betreut werden können, dass das Mittagessen großzügig bezuschusst wird und Schulbusse kostenlos in Anspruch genommen werden können. All dies sind keine Selbstverständlichkeiten und nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass Sie es bisher verstanden haben, die Belange der Familien wahrzunehmen, aber auch mit dem zur Verfügung stehenden Geld so gut gewirtschaftet haben, dass diesen Belangen Rechnung getragen werden konnte.

Dem Blog des Vereins Eltern für Keltern ist zu entnehmen, dass man sich sogar wünscht, dass Kelterns Kinder ihre gesamte Schulzeit in Keltern verbringen. Zitat EfK: Wir finden, dass eine Gemeinde wie Keltern ein Schulangebot haben sollte, dass es Kindern erlaubt die komplette Schulzeit hier zu verbringen. Es fühlt sich nicht richtig an, dass hier nur eine halbe Schule angeboten wird. Wir sollten nicht gezwungen sein, unsere Kinder aus der Gemeinde hinaus zu schicken, damit diese Schulbindung erhalten. (Ich gehe davon aus, dass mit Schulbindung hier Schulbildung gemeint ist.) Ein Standpunkt der mir erstens völlig utopisch und zweitens nicht zeitgemäß erscheint. Wer fordert, zum Zwecke der Bildung die eigene – in unserem Fall eher kleine - Heimatgemeinde niemals verlassen zu müssen, muss wohl in einer ganz andern Welt als die meisten von uns leben.

Außerdem wird bei „Eltern für Keltern“ häufig von Schulschließung gesprochen, ein Terminus der den Sachverhalt verfälscht, denn es geht ja im Gegenteil darum, beide Grundschulen zu erhalten, sie aber an einem Ort zusammenzuführen. Zitat: Eine Schulschliessung ist ein Leistungsabbau mit Zukunftsfolgen. Das würde ich im Falle einer Schließung schon unterschreiben, nicht aber bei einer Zusammenlegung.

Warum eine nach Zusammenlegung dauerhaft mindestens 3-zügige Grundschule davon bedroht sein sollte, an umliegende Gemeinden „outgesourced“ zu werden, bleibt völlig unbegründet. Zitat EfK: Es ist eher davon auszugehen, dass künftig auch die Grundschule an die umliegenden Gemeinden outgesourced wird.

Immer wieder wird auch der Klassenteiler als gewichtiges Argument gegen die Zusammenlegung ins Feld geführt. Zitat EfK: Damit wären die Kinder die direkten Leidtragenden dieser Entwicklung. Ich bin selbst Lehrerin und interessiere mich daher sehr für Kriterien guten Unterrichts. Es gibt weltweit keine einzige Meta-Studie die einen Zusammenhang zwischen Klassengröße und Lernfortschritt nahelegt. Dafür sind ganz andere Kriterien wichtig. Unter anderem der gute Austausch und die Zusammenarbeit im Kollegium, was durch eine Zusammenlegung zu einer mehrzügigen Schule überhaupt erst sinnvoll gestaltet werden könnte. Ganz abgesehen davon gab und gibt es auch aktuell an beiden Standorten immer wieder sehr große Klassen und die Zahlen für die nahe Zukunft zeigen, dass ein gemeinsamer Standort in den kommenden Jahren gar keine Veränderung der Klassenzahl und damit der Klassengröße bedeuten würde.

Ich möchte mit einer dringenden Bitte an Sie alle schließen:

Schauen Sie genau hin, wenn jemand versucht sich durch wuchtige und medial gut inszenierte Auftritte Einfluss zu verschaffen. Möglicherweise leben wir auch in Keltern gerade in „postfaktischen“ Zeiten - dass dies nicht so bleibt liegt auch in Ihren Händen.

 

Bisher hat „Eltern für Keltern“s offensives Vorgehen vor allem dafür gesorgt, den Gemeinderat und die Verwaltung wie eine Gruppe von visionsfreien, leicht manipulierbaren Zauderern und Blockierern wirken zu lassen. Sorgen Sie schnell dafür, dass dieses Bild sich nicht zu sehr verfestigt und schieben Sie eine Entscheidung in der Sache nicht unnötig auf die lange Bank. Reden Sie wieder miteinander. Werden Sie selbst noch einmal aktiv, befragen Sie den Elternbeirat oder die Schulleitung der JKS zu ihrer Meinung – Sie werden überrascht sein, wie viel Potenzial auch eine Zusammenlegung für eine gedeihliche Zukunft der Kelterner Grundschullandschaft haben könnte. Und wie wenig „Kostengründe“, wohl aber pädagogische Überlegungen hierfür ausschlaggebend sind.

Für Ihre Arbeit als Vertreterinnen und Vertreter von Kelterns Bürgern möchte ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken. Es ist gewiss keine einfache Aufgabe – Ihr Engagement ehrt Sie umso mehr.

Mit freundlichen Grüßen,

Heike Schweitzer

Stellungnahme zur Schuldiskussion in Keltern von "Eltern von Keltern"

In diesen Tagen werden die Weichen über die Zukunft der Gemeinde Keltern gestellt: Ein kostengetriebener Vorschlag der Gemeindeverwaltung über eine Zusammenlegung der Grundschulen in Dietlingen für den die Grundschule in Ellmendingen aufgegeben werden soll erhitzt die Gemüter.

Die Verwaltung macht bisher ihrem Namen alle Ehre – sämtliche Vorschläge besitzen einen wenig visionären, gestaltenden Charakter, stattdessen wird die Zukunft unserer Gemeinde auf einen kaum überzeugenden Kostenfaktor reduziert. Verwalten anstatt zu Gestalten – das scheint hier die Devise zu sein.

Dass die Verwaltung gleichzeitig mit den Werbesprüchen „Wohlfühlgemeinde“ oder „Wein und mehr“ hantiert, zeigt, dass man anscheinend im Kern nicht verstanden hat, was eine Gemeinde zur Heimat macht, was Bürger zu Menschen macht, was den nächsten Tag im Kalender zur Zukunft macht. Selbstverständlich sind wir „Eltern für Keltern“ in dieser Sache befangen, es liegt in der Natur der Sache dass sich Eltern von Kindergarten- und Schulkindern sehr für die aktuellen Themen ihrer Sprösslinge verkämpfen. Was bei den Kindern gerade anliegt, was Freude oder Probleme macht, wird von den Eltern besonders wichtig genommen. Aber Eltern sind nicht nur „besorgte Glucken“ mit verzerrter Sicht: Unser Blick ist besonders geschärft für die wesentlichen und grundlegenden Dinge des Lebens. Essen und Trinken, Glück und Unglück, Zweifel und Glaube, Unsicherheit und Stärke – wir erleben es Tag für Tag, was es heißt Menschen für die Zukunft fit zu machen. Und genau das ist am Ende die Begründung, weshalb wir die bisherigen Vorschläge der Verwaltung zur Grundschulzusammenlegung mit großer Mehrheit ablehnen: Hier wird unsere Heimat als Kostenfaktor abgewickelt. Wir und Sie wissen ganz genau, dass Kinder zu bekommen und zu haben immer ein völliges „Verlustgeschäft“ ist, wer Kinder nach Kostengesichtspunkten beurteilt, wird immer falsche Entscheidungen treffen. Übrigens wissen gerade Eltern, was Dinge kosten, wir sind es gewohnt jeden Tag unternehmerisch zu denken und zu handeln. Gerade deshalb erwarten wir uns im Blick auf die Kosten einer zukünftigen Kindergarten- und Schulstruktur mehr Weitsicht und Kreativität. Die Vorschläge der Verwaltung sind nicht klug genug.

Eine „Wohlfühlgemeinde“ kann nur sein, wer Kinder und Jugend als den Beginn von „Gemeinde“ und „Gemeinschaft“ versteht. Auf dem Weg zum Kindergarten und zur Schule entstehen die ersten Landkarten eines Menschen, hier wird die Heimat von einem Punkt auf der Weltkarte zu einem Gefühl, zu Geruch und Geräusch. In Kindergarten und Schule werden Beziehungen und Freundschaften geknüpft, die ein ganzes Leben definieren. Hier entsteht ein Zugehörigkeitsgefühl hier entsteht Identität, hier entsteht Gemeinschaft und in letzter Konsequenz Gemeinde. Hier wird entschieden, ob sich Menschen wirklich in unserer Gemeinde wohlfühlen, sie als Heimat empfinden und nicht nur als Wohnort, ob sich unsere Kinder mit unserer Gemeinde identifizieren und eines Tages bereit sind für sie einzustehen. Wer Kinder als Kostenfaktor in Schulbusse pfercht und in Riesenkindergärten packt um ein paar Euro zu sparen, entkernt in Wahrheit eine Gemeinde ihrer Bedeutung. Wollen Sie in einer Gemeinde leben in der morgens keine Kinder mehr zum Kindergarten oder zur Schule gehen, in der Vereine Nachwuchssorgen haben und in der statt Leben die stille Ruhe einer ausgeglichenen Kostenbilanz herrscht? – Ganz sicher nicht!

Darüber hinaus treibt uns eine ganz aktuelle Problematik um: Wir leben in einer Zeit, in der Menschen durch Globalisierung und Digitalisierung zunehmend verunsichert sind, in der Identität und Heimat zu einem gefährdeten Gut erklärt werden. Während dann in Talkshows und Sonntagsreden eingeklagt wird, dass man den Rattenfängern populistischer Parteien widerstehen müsse, plant unsere Verwaltung unter Schützenhilfe einzelner Gemeinderatsfraktionen eine völlig unverständliche und kurzsichtige Pseudo-Rationalisierung eines prägenden Lebensbereichs der Menschen in unserer Gemeinde, eine Zerstörung von Heimatgefühl. Dies ist erschütternd und ein Zeichen großer Weltfremdheit. Eine ländliche Gemeinde wie Keltern wird durch funktionierende, kleinteilige Strukturen geprägt, dies ist der einzige Unterschied zu städtischen Strukturen. Man wohnt in Keltern weil man den überschaubaren, persönlichen Heimat-Charakter einer Landgemeinde liebt. Ein Rühren an dieses Kernelement unserer Gemeinde ist unverzeihlich.

Zurück zum aktuellen Stand: In einer öffentlichen Gemeinderatssitzung im November vergangenen Jahres hat sich der Gemeinderat Keltern mehrheitlich für die weitere Planung einer zukunftsfähigen Kindergarten- und Schulstruktur in Zusammenarbeit mit der Bürgerschaft entschieden. Nun mussten wir feststellen, dass der „Fraktion der Freien Wähler Keltern“ in dieser Frage nicht nur jegliche Kompromiss- und Diskussionsbereitschaft fehlt, sondern dass man zur Durchsetzung eigener – bisher

nicht mehrheitsfähiger – Interessen sogar so weit geht, zurückliegende Gemeinderatsbeschlüsse zu boykottieren und versucht auf dem Weg eines allgemeinen Bürgerentscheids echte Bürgerbeteiligung zu verhindern.

Die Begründung der „Freien Wählergemeinschaft Keltern“ für ihren Antrag auf einen Bürgerentscheid in den Gemeindenachrichten vom 3. Februar 2017 lässt tief blicken: Dass angeblich „auch unter Einbeziehung weiterer... Interessengruppen keine wesentlich neuen Argumente für den... Verwaltungsvorschlag zu erwarten sind“ und daher im Hauruck-Verfahren „eine Entscheidung kommen muss“ ist kein Argument für einen Bürgerentscheid, sondern lediglich eine politische Bankrotterklärung.

Gerade der Antrag auf einen Bürgerentscheid beweist, dass die „Freien Wähler“ ganz augenscheinlich nicht mit der Idee leben können Mitarbeit an eine gestaltungswillige Bürgerschaft abzugeben – um die eigene Weltsicht durchzusetzen riskiert man es lieber, dass in einem allgemein gehaltenen, kurzsichtigen Bürgerentscheids-Szenario langfristig Generationen und vor allem Ortsteile gegeneinander ausgespielt werden. Wir „Eltern für Keltern“ stehen für eine echte und konstruktive, nicht für eine theoretischmanipulative Bürgerbeteiligung. Wir stehen für eine Stärkung des Schulstandorts Ellmendingen UND eine Stärkung des Schulstandorts Dietlingen. Wir wollen Keltern zur Heimat machen, zur „Wohlfühlgemeinde“.

Antwort von Bürgermeister Steffen Bochinger

zu dem Schreiben des Vereins „Eltern für Keltern e.V.“, das sie und wir gestern Abend nach der Sitzung erhalten haben, möchte ich gerne von unserer Seite Stellung beziehen. 
 
Wir beurteilen Kinder nicht nach Kostengesichtspunkten.  Uns sind die Kinder, um die es geht nicht egal . Sie spielen, wenn es um deren Wohl (nicht um das Wohl der Erwachsenen) geht eine prioritäre Rolle. Als Vater von zwei Kindern weiß ich wohl, dass Kinder unter anderem auch Geld kosten, nur wäre mir – im Gegensatz zu den Vereinsmitgliedern - nie eingefallen, sie als „Verlustgeschäft“  zu bezeichnen.
Trotzdem müssen wir als Kommune für die Zukunft die Weichen so stellen, dass Kosten etc. nicht irgendwann zur Handlungsunfähigkeit im operativen und investiven Bereich führen. Daher haben wir von Seiten der Verwaltung nach allen Absagen, die wir für eine weiterführende Schule oder Kooperation erhalten haben und da eine Privatschule seitens der Mehrheit des Gemeinderates nicht gewollt war,  dem Gemeinderat die Zusammenlegung der beiden Standorte empfohlen. Wohlwissend, dass dies bei den Eltern zu Widerstand führen kann und dass es keine populäre Entscheidung ist. Aber wir, von der Verwaltung, haben die Aufgabe das Geld aller 9000 Bürgerinnen und Bürger so einzusetzen, dass die gesetzlich normierten Haushaltsgrundsätze wie Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit beachten werden und dass wir dauerhaft alle unsere Pflichtaufgaben sowie die laufenden Kosten decken können. Unterm Strich sollte auch noch Geld für Freiwilligkeitsaufgaben übrig bleiben, um eine gewisse Lebensqualität zu erhalten bzw. zu schaffen. Völlig außer Acht gelassen werden bedauerlicherweise die Argumente, die seitens der Pädagogen bereits in der Sitzung vom 6.11.2016 zur Entscheidungsgrundlage zusammengestellt wurden. Hier geht es um das Wohl der Kinder.  
 
Dass uns die Kinder sehr am Herzen liegen, zeigt doch schon seit Jahren, dass wir sicherlich eines der besten Betreuungsangebote im Enzkreis haben. Wir bieten sämtliche Gruppenformen in den Kindergärten, wir haben eine Kernzeitbetreuung mit Hausaufgabenbetreuung und wir bieten in allen Schulferien eine Ferienbetreuung an. Hier geht es uns um die Kinder und nicht um Kosten, das wird aber bei vielen für selbstverständlich angesehen und nicht mehr wahrgenommen. Selbst das Defizit bei den Kindergärten, das mittlerweile bei 2 Mio. EUR jährlich liegt unterstreicht eine sehr großzügige Haltung unserer Gemeinde. 
 
Wenn uns dann aber noch unterstellt wird, wir würden Kinder in Schulbusse „pferchen“ und in Riesenkindergärten packen, dann enttäuscht mich das sehr und ich frage mich, ob der Verein eine konstruktive Zusammenarbeit möchte.
Ich glaube nicht, dass unsere Kinder, die aktuell schon mit dem Schulbus fahren, in Busse gepfercht werden, sondern genügend Platz haben. Es keine Tiere! – Jedenfalls nicht für mich! Hier fehlt jeglicher Bezug zur Realität und der Sprachgebrauch des Vereins überrascht – nein: ärgert - mich doch sehr.  
 
Unser Bestreben war und ist es, die aktuell gute Finanzlage so lange wie möglich zu erhalten, und dabei dafür zu sorgen, dass wir langfristig eine gute Gesamt-Infrastruktur haben und schaffen, die uns weiterhin als „Wohlfühlgemeinde“ bezeichnen lässt.

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