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12.11.2015

Kritik aus Neuhausen an der Änderung des Nahverkehrsplans

Noch immer stößt der Bietgemeinde Neuhausen sauer auf, dass der Enzkreis und die Stadt Pforzheim die Absicht haben, den Nahverkehrsplan so zu ändern, dass die Regionalbuslinien 741 und 742 aus dem Verkehrsraum Tiefenbronn/Neuhausen herausgelöst werden.

Die genannten Linien sollen künftig dem Verkehrsraum Stadtverkehr Pforzheim zugeordnet werden. Nun fasste Bürgermeister Oliver Korz die Kritikpunkte, die Gemeinderat Hartmut Lutz jüngst formulierte, zu einer Stellungnahme der Gemeinde zusammen. Adressat ist der Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis (VPE). Das von Korz formulierte Schreiben fand einstimmigen Zuspruch im Gemeinderat. Aus Sicht der Gemeinde Neuhausen hätte eine frühzeitigere Beteiligung der Betroffenen stattfinden müssen. So wäre es nach Ansicht von Verwaltung und Gemeinderat möglich gewesen, zuerst das Verfahren zur Änderung des Nahverkehrsplans als Grundlage zur Sicherung und Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs durchzuführen und erst danach die Entscheidung über die Einbeziehung der Linien 741/742 in die Ausschreibung des Stadtverkehrs Pforzheim zu treffen.

„Etwaige Bedenken und Anregungen hätten dann dem Kreistag vorgelegt werden können“, heißt es im Schreiben weiter. Auch auf Qualitätsstandards verweist die Bietgemeinde sowie auf den Wunsch einer Busanbindung nach Tiefenbronn und Weil der Stadt. „Durch die geplante Zuordnung an den Verkehrsraum Pforzheim dürfen keine Nachteile bei der notwendigen Vernetzung zu den Nachbarkommunen entstehen“, macht Korz klar.Und auch am Buslinienkonzept für das Heckengäu möchte die Bietgemeinde, die bisher außen vor ist, frühzeitig beteiligt werden und durch die neue Zuordnung keine Nachteile haben.