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Über die Kunstaktion freuen sich Bürgermeister Thomas Nowitzki , Thomas Rebel, Helga Essert-Lehn, Anita Kicherer und Ute Troyke-Instel (von links).  Foto: Prokoph 

Künstler verstecken ihre Werke rund um Oberderdinger Amthof

Oberderdingen. „Eins, zwei, drei, vier Eckstein, alles muss versteckt sein“, singt der Oberderdinger Komponist und Liedermacher Philipp Lingenfelser in seinem gleichnamigen Lied als Entree der Oberderdinger Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag vom Band. Damit wird klar, dass es um versteckte Kunst in Oberderdingen geht. „Corona hat unsere Kulturszene total gebeutelt“, sagt Bürgermeister Thomas Nowitzki und stellt mit der Vorsitzenden des Vereins KulturDreieck, Helga Essert-Lehn, ihrer Stellvertreterin Anita Kicherer und Mitglied Ute Troyke-Instel die ungewöhnliche Aktion „Eins234eckstein“ vor, die ab Montag, 19. Juli, eine Woche lang bis zum 25. Juli, „Guerilla-Kunst zum Mitnehmen und Straßenkonzerte zum Zuhören“ bietet.

Im Umkreis von etwa einem Kilometer rund um den Oberderdinger Amthof verstecken die zwölf teilnehmenden Künstler Ingrid Brütsch (Malerei), Helga Essert-Lehn (Objekte), Kerstin Bach (Installation), Rose Vollmer (Malerei), Olga Sora-Lux (Druck), Fleur McKverne (Objekte), Evelyn Taylor Kopp (Objekte), Jochen Steinmetz (Fotografie), Karl Vollmer (Objekte), Björn Gebhard (Malerei, Objekte), Jürgen Scheible (Lichtmalerei) sowie Fotograf Thomas Rebel ihre Arbeiten, die jeder mitnehmen darf, wenn er sie gefunden hat.

Am Wochenende gibt es überdies Straßenkonzerte von Volker Masuch (Percussion) und Kerstin Bach (Saxophon), Wolfgang Daiss, (Gitarre und Laute), Juliane Brittain und Saskia Saegler (Gesang) sowie von Liedermacher Philipp Lingenfelser (Gesang und Keyboard) und Karl Vollmer (Mundharmonika und Gesang). Die einzige Krux ist: Die Künstler und ihre Werke sowie die Straßenkonzerte müssen von den Besuchern zuerst gefunden und entdeckt werden. Die einzige Bitte der Künstler sei, dass die Finder mit oder ohne sich ein Selfie des Mitnahmekunstwerkes machen und per E-Mail an den Verein KulturDreieck senden. Jene würden dann als Resümee dieser Aktion im Internet auf der Homepage des Vereins veröffentlicht.

„Unsere teilnehmenden Künstler wollen etwas für die Menschen tun“, sagt Helga Essert-Lehn. Versteckt seien die Kunstwerke zum Beispiel unter Treppen, an Bäumen, Gebäuden, Straßenlaternen oder an Fenstern. Alle hätten als gemeinsames Merkmal ein Kärtchen mit QR-Code. Ab Montag geht das Versteckspiel in Oberderdingen los.