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© DPA-Symbolbild
21.03.2016

Kürnbach in Angst: 34-Jähriger will Mann erschießen und tötet sich später selbst

Tragischer Vorfall in Kürnbach: Wie die „Pforzheimer Zeitung“ auf Anfrage bei der Polizei erst am Montag erfuhr, ist ein 34-jähriger, in Kürnbach wohnender Mann mit einer echt aussehenden Schusswaffe in eine ortsansässige Firma eingedrungen, und verlangte dort nach einem Mitarbeiter, um ihn, wie er sagte, umbringen zu wollen.

Wie das Kraichgau-Portal „Hügelhelden.de“ berichtet, sei der Mann zuerst in die Lagerräume gelaufen, um den Mitarbeiter zu finden, als er schließlich mit der Waffe im Hosenbund das Firmengelände in Richtung Ortsmitte verließ.

Die Polizei leitete eine groß angelegte Fahndung in Kürnbach und Umgebung ein, da der Mann bereits polizeilich bekannt war. Beteiligt waren alle Streifenwagenbesatzungen des Polizeireviers Bretten, der umliegenden Polizeireviere, die Polizeihundestaffel, der Fahndungsdienst und die Kriminalpolizei Bruchsal sowie ein Polizeihubschrauber. Die Suche blieb zunächst erfolglos.

Zur Sicherheit und aufgrund der psychischen Ausnahmesituation, in der sich der Gesuchte befand, wurden die getrennt lebende Ehefrau und zwei Kinder von der Polizei in Sicherheit gebracht. Kurzfristig musste sogar die Grundschule und der Kindergarten geschlossen gehalten werden, um ein mögliches Eindringen des Mannes zu verhindern.

Einen Tag später fand die Polizei den Gesuchten in seinem Wohnhaus auf. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei Baden-Württemberg betrat das Haus um 16.30 Uhr mit dem Ziel, den Flüchtigen festzunehmen und die Schusswaffe aufzufinden. Der Mann konnte nur noch tot aufgefunden werden. Er hatte sich das Leben genommen.