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Das Hau-Hu-Umzugskomitee: Hartmut Lutz, Elke Stoll, Regina Fechner, Heiko Stoll, Uschi Ochs, Edgar Vossbein, Sabine Volz und Markus Rathfelder hat sich für eine neue Umzugsstrecke entschieden (von links). Foto: Fux

Kürzerer Umzug geplant: Hau-Hu Neuhausen stellt Strecke vor

Neuhausen. Behördliche Vorschriften und Maßnahmen gegen den Terror machen es Faschingsvereinen immer schwerer einen Umzug auf die Beine zu stellen. Das ist auch der Grund, weshalb das Umzugskomitee des Hau-Hu Faschingsvereins im 51. Vereinsjahr eine verkürzte Umzugsstrecke wählt.

Denn seit der islamische Terrorist Anis Amri im Dezember 2016 einen Sattelzug in eine Menschenmenge auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche steuerte, ist nichts mehr wie vorher: Auflagen und Vorschriften zum Schutz vor terroristischen Anschlägen werden für Vereine und Veranstalter, die alles ehrenamtlich auf die Beine stellen, zu einer Herkulesaufgabe. Denn besonders Durchgangs- und Landstraßen müssen mit schweren Lastwagen, hinter deren Lenkrad ein Fahrer sitzt, abgeriegelt werden. Das Ganze kostet den Fahrer nicht nur Zeit, sondern den Verein auch viel Geld.

Weniger Sperrungen

Ohnehin müssen die Verantwortlichen des ehrenamtlichen Neuhausener Umzugskomitees, dazu zählen Elke und Heiko Stoll, Regina Fechner, Sabine Volz und Markus Rathfelder, die von Uschi Ochs, Edgar Vossbein und Hartmut Lutz tatkräftig unterstützt werden, über 100 Verkehrsschilder aufstellen. Und nicht selten ernten die Ehrenamtlichen für ihre Arbeit oder die Umzugsaufstellung auch noch harsche Kritik.

Nun fallen am Faschingssonntag, 3. März, Teile der bisherigen Umzugsstrecke weg – wie etwa die Hintere Dorfstraße, die Lehningerstraße und auch ein Teil der Pforzheimer Straße. Somit müssen die Straßen Richtung Bad Liebenzell, Unterhaugstett, Weil der Stadt – Münklingen und Tiefenbronn-Lehningen nicht mehr gesperrt werden.

Ohnehin seien die Zuschauerreihen in den nun wegfallenden Straßenzügen immer sehr gelichtet gewesen, so der Eindruck der Organisatoren. Mit der Verkürzung der Wegstrecke um etwa 750 Meter, hofft man auch, dass die Zuschauer kompakter – vor allem ohne Lücken – an der Umzugstrecke stehen und den Zug mit über 60 Gruppen gespannt und bestens gelaunt am Faschingssonntag verfolgen.

Ein Kilometer voller Fasching

Die Umzugsteilnehmer stellen sich wie bisher auch – in umgekehrter Reihenfolge – in der Rosenstraße/Rheinstraße auf. Der närrische Zug, der etwa zwei Stunden dauern wird, die Strecke ist rund einen Kilometer lang, führt über die Furthstraße, weiter zum Marktplatz, biegt nach rechts in die Pforzheimer Straße ab und endet dann in der Partyzone rund um die Mohnbachhalle.

Der Umzug startet am Faschingssonntag um 13.33 Uhr. Doch in der Partyzone wird das närrische Treiben bereits um die Mittagszeit beginnen.

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