nach oben
Stehen für mehr Kunst im Krankenhaus: Ruth-Eva Roller, Herwarth Röttgen, Benjamin Stollreiter, Marion Röttgen und Uli Rothfuss (von links). Foto: Privat
Stehen für mehr Kunst im Krankenhaus: Ruth-Eva Roller, Herwarth Röttgen, Benjamin Stollreiter, Marion Röttgen und Uli Rothfuss (von links). Foto: Privat
09.11.2018

Kunst im Krankenhaus fürÄsthetik und Genesung

Calw. Über Sinn und Zweck von Kunst im Krankenhaus haben sich Experten bei einem Kolloquium im Klinikum Calw unterhalten. Anlass war die dortige Foto-Ausstellung „Horizont und Meer“ von Marion Röttgen aus Stuttgart.

Auch Kliniken in Leonberg, Böblingen, Sindelfingen und Löwenstein hatten Röttgens Werke ausgestellt. Zu einer interessanten Diskussionsrunde trafen sich Verwaltungsdirektor Benjamin Stollreiter, Professor Uli Rothfuss, Rektor der Hochschule Faber-Castell in Stein bei Nürnberg, der Kunsthistoriker und emeritierte Professor Herwarth Röttgen von der Universität Stuttgart, Kunsttherapeutin Ruth-Eva Roller aus Schömberg sowie die Künstlerin selbst.

Fazit des Kolloquiums: Kunst schaffe angenehme Atmosphäre. Die so erzeugte positive Stimmung stärke den Heilungswillen der Patienten und könne zudem die Arbeitssituation des Personals verbessern.

Meer in den Patientenzimmern

Die Experten diskutierten unter anderem über die psychologische Wirkung von Farben und darüber, dass klare Formen und Strukturen beim Betrachter zu meditativen Gedanken führen, Sicherheit geben, die Fantasie beleben, Erinnerungen auslösen und zu Zukunftsplänen anregen können. Stollreiter meinte, da in Calw in den meisten Patientenzimmern keine Bilder hängen, könnte das Anbringen von Meeresbildern eine heilbringende Wirkung auf die Patienten ausüben. Der Förderverein des Calwer Krankenhauses „Ganz nah“ will helfen, dieses Projekt zu realisieren.