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Regionale Erzeugnisse stoßen auf großes Interesse. Foto: Meister
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Die handgefertigen Gegenstände kommen bei den Besuchern des Dobler Kunsthandwerk- mit Genussmarkts bestens an. Foto: Meister

Kunsthandwerker und Genießer treffen in Dobel auf großes Angebot

Dobel. Authentisches Kunsthandwerk, gepaart mit Gaumenschmaus, gab es in Dobel. Das Kurhaus und der Dorfplatz verwandelten sich in eine bunte Marktlandschaft.

„Das Angebot ist bunt, reichhaltig und originell“, freute sich Gertrud Schneider. Sie interessierte sich für das Strick- und Filzangebot bei Marion Zetzmann, die seit Jahren die regionalen Verkaufsangebote für ihre handgefertigten Taschen und Beutel nutzt. „Viele meiner Stücke sind Unikate“, betont sie.

Ebenso besonders präsentierte sich der handgearbeitete Keramikschmuck aus Kenia und die geflochtenen Körbe aus dem Senegal am Stand von Afro Negoces. Mit dem Verkauf unterstützt er afrikanische Künstler und Hilfsorganisationen. „Die Leute interessieren sich für die Produkte und gleichzeitig kann ich ihnen unsere Projekte näherbringen“, freute sich Negoces. Jutta Wesche lobte die gute Zusammenarbeit mit der Kurverwaltung.

„Keine Massenware“

Doch nicht überall zeigte man sich zufrieden. „Es ist verständlich, dass viele Besucher lediglich zum Schauen kommen. Aber es wäre wünschenswert, wenn sie die Arbeit an unseren Produkten schätzen würden“, äußerte sich ein Verkäufer. „Für viele sind die Preise zu hoch, aber wir bieten echtes Handwerk und keine Massenware“, fügte er an. Einige Standbetreiber, wie Michael Pfaff und Norbert Tag, berichteten insbesondere am Samstag von einem schleppenden Verkauf. Als Hauptgrund sahen beide die heißen Witterungsbedingungen. Mit dem ergänzenden Genussmarkt am Sonntag zeigte sich ein deutlich erhöhtes Interesse der Besucher. Erstmals am Genussmarkt nahmen Silke Saur-Nagel und Jochen Nagel teil. Sie sind die Pächter des Dobler Jagdbezirks und veräußerten allerlei Wilderzeugnisse. „Hier gibt es noch richtige Hausmannskost“, sagte Gerd Ritter. Honigprodukte, Brotaufstriche oder regionale Obstsorten lockten zum Probieren. „Solche Sorten können wir im Laden nicht kaufen“, zeigte sich die elfjährige Lina Kleiner erstaunt.

Viele Standinhaber zeigen sich umweltbewusst. Statt Plastiktüten werden an zahlreichen Ständen Tücher oder Papier als Verpackungsmaterial benutzt. „Andere sollten sich bei solch einem Verhalten ein Beispiel nehmen“, lobt Günter Wenninger aus Pforzheim. Im Kurhaus lockten Gabriela Stängle, Kathrin Naumann, Regina Hahn und Sabine Stängle mit Deftigem sowie Kuchen- und Torten-Variationen.