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Nach dem tödlichen Kutschen-Unfall ist die Diskussion über die Ursachen in vollem Gange. © Bechtle
08.02.2011

Kutschen-Unfall: Bürgermeister widerspricht Polizei

NEULINGEN. Als „nicht nachvollziehbar“ hat der Neulinger Bürgermeister Michael Schmidt die Aussage der Polizeidirektion Pforzheim gewertet, dass Pferdegespanne auf Feld-, Rad- und Waldwegen nicht fahren dürfen. Entstanden war die Diskussion durch den Kutschenunfall mit tödlichem Ausgang am Sonntag auf der Kreisstraße zwischen Nußbaum und Göbrichen.

Bildergalerie: Tödlicher Unfall in Neulingen: Autofahrerin kracht auf Kutsche

Der Neulinger Verwaltungschef möchte als Fazit aus dem katastrophalen Unfall vom Sonntag die Diskussion in die Richtung vorantreiben, dass Kutschen auf Feldwegen sehr wohl besser aufgehoben seien als auf vielbefahrenen Kreis- und Landesstraßen. „Leicht irritiert“ sei er deshalb gewesen, als er von der Reaktion der Polizei gehört habe. Es gebe seines Wissens kein allgemeines Feldweg-Fahrverbot für Kutschen. Vielmehr seien neben landwirtschaftlichen auch sportliche Nutzungen durchaus erlaubt. Hintergrund: Die Feldwegesatzungen werden von den Gemeinden formuliert und mit dem Gemeinderat abgestimmt.

Schmidt argumentierte ferner, dass es zwar auf Waldwegen und in Biotop-Bereichen deutliche Einschränkungen der Nutzbarkeit gebe, die allgemeinen Feldwege auf der Neulinger Gemarkung hätten in aller Regel aber einen asphaltierten Ausbaustandard von über drei Metern Breite. Auf jeden Fall also tauglich für Pferdegespanne. mar

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