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So soll das Neubaugebiet „Ob dem Obern Dorf“ in Dürrn einmal aussehen. Lediglich der Riegel der Seniorenbungalows, die an den Supermarkt (vorne links) anschließen, soll geringfügig anders positioniert werden, um die übrigen Häuser gegen den von links kommenden Gewerbelärm besser abzuschirmen. Visualierung: Vorentwurf Büro GKB 

Lärmschutz bereitet Sorgen beim Neubaugebiet in Ölbronn-Dürrn

Ölbronn-Dürrn. Beim Neubaugebiet „Ob dem Obern Dorf“ in Dürrn geht es nun doch wieder voran. Nachdem das Projekt wegen des Lärmschutzes zunächst ins Stocken geraten war, hat der Gemeinderat nun den Entwurf des Bebauungsplans bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung erneut gebilligt. Er wird noch einmal öffentlich ausgelegt, die Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange werden erneut um Stellungnahmen gebeten. Das ist nötig, weil in dem Bebauungsplan in der Zwischenzeit einige Änderungen vorgenommen wurden, die die Grundzüge der Planung betreffen.

Um in dem Verfahren weiterzukommen, ist laut Bürgermeister Norbert Holme eine Vielzahl an Kompromissen nötig. Grund dafür sind in erster Linie mögliche Lärmemissionen aus dem benachbarten Gewerbegebiet. „Das Thema Lärmschutz haben wir am Anfang unterschätzt“, gab Holme selbstkritisch zu. Nachdem die mögliche Nachtarbeit im bisherigen Schallgutachten nicht ausreichend berücksichtigt worden war, hat man ein neues Büro mit der schalltechnischen Untersuchung beauftragt und diese grundlegend überarbeitet – mit dem Ergebnis, dass die Orientierungswerte für gewerblichen Lärm in den Nachtstunden nicht an allen Gebäuden eingehalten werden können.

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Lärmschutz bereitet den Planern in Dürrn gehörig Kopfzerbrechen: Das steckt hinter der Verzögerung des Baugebiets

Die Folge: Ein neues städtebauliches Konzept musste her. Es sieht unter anderem vor, die für den Lebensmittelmarkt und den angrenzenden Geschosswohnungsbau vorgesehenen Bereiche in ein Mischgebiet umzuwandeln. Zusätzlich sollen teilweise Mindestgebäudehöhen festgesetzt werden, um so für eine Abschirmung der westlich angrenzenden Bereiche zu sorgen. Ferner soll die Senioren-Bungalow-Bebauung an die Kreisstraße herangerückt werden – und zwar so, dass eine geschlossene, ausreichend hohe Rückwand ausgebildet und die Grundrisse nach Südosten ausgerichtet werden. Laut Planer Lars Petri sollen sich im Inneren der Bungalows später keine Aufenthaltsräume in dem Bereich befinden, der an der zur Kreisstraße ausgerichteten Wand liegt. Zudem soll die Wand optisch ansprechend gestaltet werden. Zur Lärmabschirmung soll die Abfolge der Bebauung in dem Gebiet genauso festgelegt werden wie die Grundrissausrichtung an einzelnen Gebäuden.

Ein Punkt, der Benjamin Dieterle (Freie Wähler) sauer aufstieß. Er äußerte Bedenken, dass die Abfolge der Bebauung nicht wie geplant umgesetzt werden könnte, etwa, wenn einer der für Seniorenbungalows und Einkaufsmarkt vorgesehenen Investoren abspringt.

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