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Nicht aufgeben will die Bürgerinitiative aus Mutschelbach: Beim Lärmschutz müsse der Bund unbedingt nachbessern. Foto: Weber
Nicht aufgeben will die Bürgerinitiative aus Mutschelbach: Beim Lärmschutz müsse der Bund unbedingt nachbessern. Foto: Weber
20.11.2017

Lärmschutz bewegt Bürger in Mutschelbach

Karlsbad-Mutschelbach. Initiative sieht Politik weiter in der Pflicht, um zu Verbesserungen an der A 8 bei Mutschelbach zu kommen.

Der Vorsitzende der Bürgerinitiative für gerechten Autobahn-Neubau Mutschelbach (BiAM), Reiner Wildenmann, sagte bei der Jahreshauptversammlung: „Wir wollen keine Resignation aufkommen lassen und werden daher weiterkämpfen. Es kann nicht sein, dass die Mutschelbacher Bürger nach dem Ausbau der A 8-Trasse zum Teil deutlich mehr Lärmbelastung ertragen müssen.“ Es sei, so Wildemann, klar, „dass wir keine komplett lärmfreien Zonen erreichen“. Es gehe allerdings um eine merkliche Verbesserung der aktuellen Situation.

Schon vor der offiziellen Übergabe der neuen sechsspurigen A 8 im Juni 2015 wurden in Mutschelbach zunehmend Stimmen laut, die über eine deutlich verschlechterte Lärmsituation durch die neue Trassenführung trotz Tieferlegung klagten. Die Problematik hat sich offensichtlich nicht zuletzt durch die Verkehrszunahme, verstärkt. Seit dieser Zeit dreht sich im Zusammenhang mit den sowohl von der BIAM, wie auch von der Gemeinde als unabdingbar geforderten Maßnahmen zur Optimierung des Lärmschutzes das „Behördenkarussell“ auf Landes- wie auch auf Bundesebene. Als „Primär-Wunsch“ bezeichnet Reiner Wildenmann die Anbringung einer Lärmschutzwand auf der Ostseite der rund 180 Meter langen Bocksbachtalbrücke in Richtung Untermutschelbach sowie die Schließung des Erdwalls bis zur Brücke hin.

Der stellvertretende Vorsitzender der BiAM, Günter Sing, brachte die Gesamtproblematik auf den Punkt: „Im Vorfeld des Autobahnbaus haben die uns von den Behörden vorgelegten Werte des Lärmschutzes eine deutliche Verbesserung versprochen. Damit haben wir letztlich auch das Ringen um eine Tunnellösung beendet. Die ausgewiesenen Verbesserungen in Sachen Lärmbelästigung für die Einwohner sind jedoch nicht eingetreten. Jetzt brauchen wir unabdingbare neue Messungen zur Ermittlung der tatsächlichen Lärmwerte.“