Förderung Feuerwehren
Freuen sich über die Zusage von 1,5 Millionen Euro Förderung für die Feuerwehren im Enzkreis: Kreisbrandmeister Carsten Sorg (rechts) und Andreas Schuster vom Sachgebiet Bevölkerungsschutz bereiten derzeit bereits die Bescheide für die Kommunen vor. 

Land fördert Feuerwehren im Enzkreis mit 1,5 Millionen Euro

Enzkreis. 1,5 Millionen Euro – mit dieser Summe fördert das Land Baden-Württemberg in diesem Jahr die Feuerwehren in den Städten und Gemeinden des Enzkreises. „Damit wurden alle förderfähigen Zuwendungsanträge der Kommunen in voller Höhe bewilligt“, freuen sich die Erste Landesbeamtin Hilde Neidhardt und Kreisbrandmeister Carsten Sorg über die guten Nachrichten aus Stuttgart.

Insgesamt stellt das Land 2022 rund 70 Millionen für die Förderung der Feuerwehren zur Verfügung. Davon fließen 54 Millionen Euro direkt an die Städte und Gemeinden; mit den restlichen 16 Millionen werden weitere notwendige Maßnahmen oder Einrichtungen wie beispielsweise die Landesfeuerwehrschule in Bruchsal, die Ölwehr Bodensee oder auch der Betrieb des Digitalfunks bezuschusst.

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Im Enzkreis liegen die Investitionsschwerpunkte in der Beschaffung neuer Fahrzeuge und der Umstellung von Analog- auf Digitalfunk erklärt Sorg die Verwendung der bewilligten Mittel. „Sie fließen auf der Grundlage der im Vorfeld mit den Kreisen abgestimmten Prioritätenlisten über das Regierungspräsidium Karlsruhe zunächst an das Landratsamt als zuständige Bewilligungsstelle“, erläutert der Kreisbrandmeister das Procedere: „Die Förderbescheide werden derzeit bereits vom Sachgebiet Bevölkerungsschutz erstellt und danach an die Städte und Gemeinden versandt.“ Da die Gemeinden im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung für die Aufstellung, Ausrüstung und Unterhaltung einer leistungsfähigen Feuerwehr selbst zuständig sind, handelt es sich hierbei jedoch um subsidiäre Zuwendungen, die ergänzend zu dem in der Regel größeren kommunalen Anteil gewährt werden, wie der Kreisbrandmeister betont.

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Im Einzelnen erhalten die Kommunen Friolzheim, Kämpfelbach, Maulbronn, Neuenbürg, Neulingen, Niefern-Öschelbronn, Straubenhardt, Tiefenbronn und Wiernsheim Zuschüsse zu neuen Löschfahrzeugen. Zudem wird in Wiernsheim wie auch in Heimsheim jeweils ein Mannschaftstransportwagen gefördert.  Für die Stadt Mühlacker stehen neben zwei Wechselladerfahrzeugen sowie einem Abrollbehälter-Logistik auch eine Schlauchpflegeeinrichtung für die zentrale Schlauchwerkstatt auf der Bewilligungsliste. Die Gemeinde Remchingen erhält die beantragte Summe für einen Einsatzleitwagen und in den drei Gemeinden Engelsbrand, Heimsheim und Ispringen wird je ein Gerätewagen-Transport bis neun Tonnen bezuschusst.

„Die jetzt bewilligten Gelder sorgen dafür, dass das Durchschnittsalter der Fahrzeuge bei den Feuerwehren im Enzkreis weiter verjüngt werden kann. Die Feuerwehren werden damit nachhaltig gestärkt“, zeigt sich Sorg sehr zufrieden. „Neben den bereits in der Vergangenheit vielfältigen Aufgaben der Wehren müssen wir auch angesichts der drohenden Folgen des Klimawandels mit trockeneren Sommern und zunehmender Waldbrandgefahr gut aufgestellt sein“, betont der Experte.

Eine moderne und zeitgemäße Ausstattung sei dafür eine Grundvoraussetzung. Dafür sorge auch die Bewilligung einer großen Anzahl an Digitalfunkgeräten für einige Gemeinden, um vom veralteten und störanfälligen Analogfunk auf Digitalfunk umstellen zu können.

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Und last but not least erhält der Enzkreis selbst auch Fördermittel: Ein Einsatzleitwagen für Großschadenslagen wird bei der Feuerwehr in Mönsheim bereit gestellt und ein Gerätewagen zur Höhenrettung, der die Ausrüstung und das Personal der Höhenrettungsgruppe Enzkreis transportieren wird, soll künftig bei der Feuerwehr in Keltern stationiert werden, so Sorg.

„Ohne die nötige „Menpower“ nützt jedoch die beste Ausstattung nichts. Daher kommen noch Geldbeträge für jede Kommune als pauschale Unterstützung für die Ausstattung und Ausbildung der Feuerwehrangehörigen sowie für kleinere Beschaffungen hinzu“, ergänzt Hilde Neidhardt als zuständige Dezernentin.