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Blutdruckmessen gehört zu den Standardaufgaben eines Hausarztes. Damit dies auch künftig in Ortschaften auf dem Land möglich ist, werben erfahrene Mediziner nun um Nachwuchs. Foto: Symbolbild dpa
Blutdruckmessen gehört zu den Standardaufgaben eines Hausarztes. Damit dies auch künftig in Ortschaften auf dem Land möglich ist, werben erfahrene Mediziner nun um Nachwuchs. Foto: Symbolbild dpa
22.09.2016

Landärzte: Nachwuchssuche in der Region schwierig

Enzkreis. Die Arbeit geht den Hausärzten nicht aus. Das ist vom Gesundheitssystem auch gewollt. Es weist dem Allgemeinmediziner die Rolle eines Lotsen zu, bei dem über die eigene Behandlung hinaus auch alle weiteren Schritte zu einer fachärztlichen Behandlung ihren Anfang nehmen.

Umso dringender versucht ein Netzwerk von Ärzten, Kliniken, Gesundheitsbehörden, Ärzteverbänden oder Krankenkassen, medizinischen Nachwuchs für den Enzkreis und Pforzheim zu interessieren. Am Freitag und Samstag präsentieren sie die Region und ihre Chancen zwischen 20 und 30 möglichen Hausärzten der Zukunft.

Einer der Ärzte, die für Nachwuchs werben, ist Dr. Günther Kurt Rapp aus Knittlingen. Der 61-Jährige bezeichnet sich als klassischen Landarzt, dem daran gelegen ist, für seine Patienten da zu sein. „Ich möchte auf alle Fälle bis 70 weitermachen“, sagt Rapp. Irgendwann allerdings werde die Zeit kommen, um sich um eine Nachfolgeregelung zu kümmern. „Und die Sorgen, dass dies womöglich misslingen könnte, sind grundsätzlich bei jedem Hausarzt berechtigt“, erklärt Rapp.

Rapp würde dennoch jederzeit wieder den Schritt wagen, es als Hausarzt zu versuchen. „Für mich ist das der schönste Beruf in der Medizin, da man ständig in unmittelbarem Kontakt zu den Menschen ist“, so der 61-Jährige, der in seiner Knittlinger Praxis an drei Tagen in der Woche halbtags von Fachärztin Ivona Grönbeck unterstütz wird. Dennoch kommt Rapp auf eine Wochenarbeitszeit von gut und gerne 55 Stunden. „Dafür“, gesteht der Hausarzt, „mache ich aber auch mehr als 30 Tage Urlaub im Jahr.“

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