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Präsentieren beim Landfrauentag in Wimsheim feinsinnige Lieder und Gedichte: Rotraut und Thomas Knodel. Foto: Fux
Präsentieren beim Landfrauentag in Wimsheim feinsinnige Lieder und Gedichte: Rotraut und Thomas Knodel. Foto: Fux
Eine Premiere, die Anklag fand: Das Frühstück beim Kreislandfrauentag in der Wimsheimer Hagenschießhalle kam gut an. Foto: Fux
Eine Premiere, die Anklag fand: Das Frühstück beim Kreislandfrauentag in der Wimsheimer Hagenschießhalle kam gut an. Foto: Fux
Ehrung bei den Landfrauen (von links): Else Lehner, Evelyne Mandel, Margot Bellenbaum, Ellen Angermaier, Kreis-Dezernentin Hilde Neidhardt und Doris Theilmann. Foto: Fux
Ehrung bei den Landfrauen (von links): Else Lehner, Evelyne Mandel, Margot Bellenbaum, Ellen Angermaier, Kreis-Dezernentin Hilde Neidhardt und Doris Theilmann. Foto: Fux
01.05.2017

Landfrauen verbinden Bildung, Politik, Infos, Unterhaltung und Musik

Wimsheim. Das stieß auf eine hohe Resonanz: Zum Kreislandfrauentag kamen am Samstagmorgen rund 200 Landfrauen in die Hagenschießhalle nach Wimsheim. Erstmals hatte der Kreislandfrauenverband Enzkreis unter Vorsitz von Margot Bellenbaum zu einem Landfrauenfrühstück eingeladen und den Termin auf Samstag gelegt, damit möglichst viele berufstätige Frauen daran teilnehmen können.

„Ich hätte mir noch eine größere Resonanz gewünscht“, sagte Bellenbaum mit Blick in die Hagenschießhalle, die aber dennoch gut gefüllt war. Die Wimsheimer Landfrauen, die Ausrichter waren, hatten ein Frühstück gezaubert, bei dem es an nichts mangelte.

Wimsheims Bürgermeister Mario Weisbrich, einer der wenigen Männer im Saal, dankte den Landfrauen, der größten Frauenorganisation in Baden Württemberg, die mit ihrem Veranstaltungsformat auch einen großen Teil zur Bildung und Politik beitrage, für das ehrenamtliche Engagement.

Hilde Neidhardt, Dezernentin für Landwirtschaft, Forsten und öffentliche Ordnung beim Landratsamt Enzkreis, sieht in den Landfrauen ein Rückgrat für den ländlichen Raum. „Die Landfrauen sind mit der Zeit gegangen“, betonte die Dezernentin, die den Landrat Karl Röckinger vertrat.

Marie-Luise Linckh verwies auf zukunftsorientierte Vereins- und Verbandsarbeit, forderte eine gerechte Entlohnung der Landwirte sowie den Ausbau der Breitbandversorgung im ländlichen Raum und die Gleichstellung bei der Mutterrente. Themen, die auch bei der Bundestagswahl eingebracht werden. „Wir können mit dem Einkaufskorb heimische Erzeuger unterstützen“, betonte die Präsidentin. Auch „die Vielfalt als Chance“ und die Integration von Flüchtlingen sieht sie als eine Aufgabe sowie beispielsweise auch die Vermarktung von Landprodukten online. Über 25 Jahre war Doris Theilmann Vorsitzende der Landfrauen in Kieselbronn, wofür sie von Margot Bellenbaum geehrt und von Neidhardt mit einer Medaille des Landratsamtes ausgezeichnet wurde.

„Auch die Übergabe an Jüngere klappt in Kieselbronn sehr gut“, unterstrich Bellenbaum. Doch wer sich in der Halle umblickte, der sah vor allem ältere Semester. Auch daran wollen die Landfrauen arbeiten. Zehn Jahre führte Else Lehner die Landfrauen in Zaisersweiher, wofür sie ebenfalls geehrt und ausgezeichnet wurde. Feinsinnige Lieder und Gedichte unter dem Stichwort „Traue dem Leben“ hatte Diakon und Liedermacher Thomas Knodel aus Illingen zusammen mit seiner Frau Rotraut parat, bevor die Mediziner und Professoren Dr. Bernhard Krämer und Professor Dr. Stefan Kommoss über Eierstockkrebs informierten. Denn die Mediziner aus Tübingen sehen in den Landfrauen, wie vor Jahren beim Brustkrebs, wichtige Multiplikatoren. Entscheidend sei nicht nur eine Operation in einer spezialisierten Klinik, sondern auch die Berücksichtigung von Erbfaktoren in einer Spezialsprechstunde.