Pforzheim/Enzkreis/Kreis Calw/Karlsruhe. Der Landkreis Calw hat den dritten Tag in Folge den Inzidenzwert 200 überschritten und gilt damit wieder als Hotspot. Erst am Freitag war der Landkreis nach fünf Tagen in Folge unter 200 kein Hotspot mehr gewesen. Das geht aus den Corona-Zahlen des Landesgesundheitsamtes (LGA) Baden-Württemberg am Montag hervor.
Kurios: Beim Landkreis kamen keine neuen Corona-Fälle hinzu. Vielmehr listet das LGA minus 74 Neuinfektionen auf. Bereits am Sonntag war Calw die Notiz "Aufgrund technischer Probleme kam es zu Doppelmeldungen und falsch hohen Zahlen" angefügt worden. Am Montag hieß es dann, der Fehler sei korrigiert. Die 7-Tage-Inzidenz (Anzahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen auf 100.000 Einwohner gerechnet) im Kreis Calw lag am Montag dann bei 204,8 (Stand: 11. Januar, 16 Uhr). Im Kreis gab es laut LGA vier neue Todesfälle.
Trotz des Zahlen-Wirrwarrs: Auch nach Abzug der falsch gemeldeten Fälle lag die Inzidenz des Kreises Calw zwischen Samstag und Montag jeweils über 200. Der Landkreis ist also wieder ein Corona-Hotspot.
Auch für Pforzheim hat das LGA am Montag eine Inzidenz über 200 gemeldet, wenn auch nur knapp: 19 Neuinfektionen ergeben einen Wert von 200,9 (Stand: 11. Januar, 16 Uhr). Der Enzkreis verzeichnet laut LGA nur vier neue Fälle und landet bei einer Inzidenz von 177,4 (Stand: 11. Januar, 16 Uhr). Beide bleiben Hotspots.
Bereits am Nachmittag hatte das örtliche Gesundheitsamt Pforzheim-Enzkreis sechs weitere Todesfälle gemeldet. Aktuellen Zahlen der Behörde nach sind derzeit 480 Menschen in der Goldstadt und 705 im Enzkreis akut infiziert (Stand: 11. Januar). Von den insgesamt 9.947 seit Beginn der Pandemie bestätigten Fällen in Stadt und Kreis gelten 8.521 wieder als gesund (Stand: 11. Januar).

Im Landkreis Karlsruhe gab es laut LGA am Montag 48 Neuinfektionen und zwei weitere Tote im Zusammenhang mit Covid-19, die Inzidenz liegt bei 130,1 (Stand: 11. Januar, 16 Uhr). In der Fächerstadt wurden 18 neue Fälle und ein Inzidenzwert von 100,6 gemeldet (Stand: 11 Januar, 16 Uhr).
Pforzheim und der Kreis Calw sind nach dem Stadtkreis Heilbronn (210,1) die Kreise mit den höchsten Inzidenzen im Land und die einzigen mit einem Wert über 200 (Stand: 11. Januar, 16 Uhr). Die Durschnittsinzidenz aller 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg lag am Montag laut LGA bei 138,5 (Stand: 11. Januar, 16 Uhr).
Pforzheim neben Heilbronn insgesamt ein Corona-Sorgenkind
Betrachtet man alle bestätigten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie fällt auf, dass die Stadt Pforzheim gemeinsam mit dem Stadtkreis Heilbronn als Einzige im Land einen Wert über 3.000 gerechnet auf 100.000 Einwohner aufweist, nämlich 3.499,6. Der Enzkreis und der Kreis Calw liegen bei 2.763,1 beziehungsweise 2.953,5 Gesamtfällen pro 100.000 Einwohner. Der Landesdurschnitt liegt bei 2.364,7.


Uneingeschränkte Maskenpflicht in Teilen der Pforzheimer City wird verlängert
Die Situation in den Kliniken
Insgesamt 35 Corona-Patienten befanden sich am Montag im Helios Klinikum in Pforzheim, davon sieben auf der Intensivstation (Stand: 11. Januar). Von den 47 Covid-19-Patienten im Siloah St. Trudpert Klinikum in der Goldstadt müssen derzeit zwölf intensivmedizinisch behandelt werden, hinzu kommen zwei Verdachtsfälle (Stand: 11. Januar). In den RKH-Kliniken in Mühlacker müssen derzeit zwei Corona-Fälle beatmet werden, elf weitere liegen auf der Normalstation.
In den Kliniken des Landkreises Calw befinden sich laut dortigem Landratsamt derzeit 71 Corona-Patienten, davon liegen drei auf der Intensivstation (Stand: 11. Januar, 19.22 Uhr).

