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30.11.2015

Landrat Röckinger: „Flüchtlingswelle wird nicht abebben“

Das geht gerade noch einmal auf: Bis Ende des Jahres muss der Enzkreis für 500 weitere Flüchtlinge Unterkünfte zur Verfügung stellen, sagt Landrat Karl Röckinger. Seine Gegenrechnung: Rund 520 Plätze könne das Landratsamt im Dezember noch fertigstellen, damit werde der Andrang der Zuwanderer bewältigt, so Röckinger gestern in der Sitzung des Sozial- und Kulturausschusses des Kreistags.

Zelte und Containeranlagen werden zurzeit in Wurmberg, Keltern-Niebelsbach, Maulbronn, Tiefenbronn, Niefern und Mühlacker aufgebaut. Auf einem Gewerbegelände in Darmsbach ziehen schon bald die ersten Asylsuchenden in die Räume einer früheren Firma ein, dort sollen am Ende 300 eine Bleibe finden. Der Enzkreis werde 2015 insgesamt 2300 Einwanderer untergebracht haben, sagte Landratsvize Wolfgang Herz.

Die Welle werde über die Wintermonate nicht abebben, die hohen Zahlen im neuen Jahr nicht zurückgehen, sagte Röckinger. Also bleibt es bei der Devise: Die Kreisverwaltung benötigt weiter Plätze und nochmals. Halte der Ansturm an, was der Kreischef und sein Stellvertreter annehmen, dann seien kommendes Jahr zusätzliche Räume für etwa 3700 Flüchtlinge nötig, so der Landrat.

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