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Künftig kann Karl-Heinz Zeller mehr Zeit mit seinen Enkeln Carl, Theophilia und Emma (von links) verbringen. Foto: Ketterl
Künftig kann Karl-Heinz Zeller mehr Zeit mit seinen Enkeln Carl, Theophilia und Emma (von links) verbringen. Foto: Ketterl
Erstmals wurde die Klimaschutz-Medaille des Enzkreises verliehen: Karl-Heinz Zeller (rechts) erhielt sie zu seinem Abschied von Landrat Karl Röckinger. Foto: Ketterl
Erstmals wurde die Klimaschutz-Medaille des Enzkreises verliehen: Karl-Heinz Zeller (rechts) erhielt sie zu seinem Abschied von Landrat Karl Röckinger. Foto: Ketterl
05.10.2015

Landrat Röckinger über Umweltdezernent Zeller: Ein roter Grüner

Außergewöhnliche Ehrung für einen außergewöhnlichen Menschen: Karl-Heinz Zeller (SPD) hat wie kein Anderer seit Jahrzehnten die Umwelt-, Abfallwirtschafts-, Landwirtschafts- und Forstpolitik des Enzkreises geprägt. Zum Abschied überreichte am Montagabend Landrat Karl Röckinger dem 65-jährigen in den Ruhestand getretenen Umweltdezernenten die neu geschaffene Klimaschutz-Medaille des Kreises.

Der Pforzheimer Hochschul-Professor Abraham David Christian kreierte zum Thema „Enzkreis – Klima – Wende – Kreis“ die Auszeichnung. Damit wird zugleich gewürdigt, dass Zeller mit seinen Mitarbeitern den „European Energy Award in Gold“ für den Enzkreis „aus dem Stand erreicht und inzwischen erfolgreich verteidigt hat“, wie Landrat Karl Röckinger feststellte. „Fehlen wird mir auf jeden Fall mein Goldteam“, gestand Zeller zum Schluss bewegt. Im Foyer des Landratsamtes war eine riesige Torte mit der Aufschrift „Der Umweltlotse geht von Bord“ aufgebaut worden. Bevor sich die zahlreichen Ehrengäste – darunter Alt-Landrat Werner Burckhart, Rathauschefs, Alt-Bürgermeister, Kreisräte, Abgeordnete, Behördenleiter und sonstige Wegbegleiter – sich dieses Kunstwerk und andere Köstlichkeiten einverleiben durften, wurde Zellers Wirken beschrieben.

Landrat Röckinger gab Einblicke in die Gefühls- und Arbeitswelt Zellers. „Du warst da nicht glücklich“, blickte er auf die Zeitspanne zurück, in der Zeller vom Landratsamt ins Regierungspräsidium (RP) nach Karlsruhe abberufen worden war. „Du wolltest mitgestalten, statt in einer staatlichen Behörde zu versauern. Fünf Jahre später warst Du wieder da.“

Mit der Verwaltungsreform 2005 seien das Verbraucherschutz- und Veterinäramt sowie die Landwirtschaft zu Zellers Dezernat hinzu gekommen. Später noch, im Tausch gegen das Ordnungsamt, der Forst: „Du wurdest unser grüner Dezernent, obwohl Du ja eigentlich ein Roter bist. Wobei man sagen muss: Ein Parteipolitiker im negativen Sinn warst Du nie.“ Für Röckinger war er „ein ganz wichtiger Unterstützer.“ Sein Vorgesetzter schätzte Zellers „ruhige und unaufgeregte Art.“

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