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© Ketterl
11.11.2010

Landrat fördert Linsenanbau im Heckengäu

ENZKREIS. Regionale Produkte sollen auch in Großküchen zunehmend Einzug halten. Das finden jedenfalls die Verantwortlichen in den Landkreisen Böblingen, Ludwigsburg, Calw und Enzkreis. Sie wollen eine am Naturschutz orientierte Regionalentwicklung vorantreiben. Der Enzkreis und die anderen beteiligten Landkreise sind nun mit gutem Beispiel voran gegangen und bieten in den hauseigenen Kantinen Heckengäu-Linsen mit Spätzle an.

Seit 2008 wachsen erstmals Linsen im Heckengäu. Landrat Karl Röckinger hat es sich nicht nehmen lassen, in der Mittagspause in der vom Verein Miteinander Leben e.V. betriebenen Cafeteria des Landratsamtes einzukehren und die Heckengäu-Linsen zu kosten. „Die schmecken sehr gut“, so sein Urteil.

Linsen sind nicht nur ein typisch schwäbisches Gericht, sie bieten dank ihres hohen Eiweiß- und Ballaststoffanteils bei nur geringem Fettgehalt auch eine hervorragende Nährstoffkombination. Alles in allem also ein sehr gesundes Essen, das seit dem Comeback des Linsenanbaus im Heckengäu zudem mit regional erzeugten Zutaten zubereitet werden kann.

„Die Heckengäu-Linsen sind ein gutes Beispiel, wie sich verschiedenste Ziele optimal miteinander verbinden lassen. In diesem Falle sind es ein naturnaher Anbau ohne Düngung und ohne Einsatz von Pestiziden, die Pflege der Artenvielfalt und last but not least die Unterstützung regionaler Erzeuger. Wenn die Verbindung dieser Ziele noch in ein so schmackhaftes Produkt mündet, dann freut uns das umso mehr“, fasst Röckinger zusammen.

Natürlich seien die Heckengäu-Linsen teurer als die im Supermarkt erhältlichen. Aber der Mehrpreis zahle sich letztlich aus – im kulinarischen Genuss und in dem Wissen, mit dem Kauf eines regional erzeugten Produktes etwas Gutes getan zu haben.