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Eines von bald neun Elektrofahrzeugen des Landratsamts Enzkreis haben der Erste Landesbeamte Wolfgang Herz und die Klimaschutzbeauftragte Edith Marqués Berger im März des vergangenen Jahres präsentiert. Die Kreisverwaltung möchte im Zuge der Agenda 2030 weiter auf E-Mobilität setzen.  PZ-Archiv, Privat
Eines von bald neun Elektrofahrzeugen des Landratsamts Enzkreis haben der Erste Landesbeamte Wolfgang Herz und die Klimaschutzbeauftragte Edith Marqués Berger im März des vergangenen Jahres präsentiert. Die Kreisverwaltung möchte im Zuge der Agenda 2030 weiter auf E-Mobilität setzen. PZ-Archiv, Privat
Gemeinsam für die Zukunft: Landrat Karl Röckinger (vorne) hat die Erklärung, mit der sich der Enzkreis zur Umsetzung der Agenda 2030 bekennt, im Beisein von Angela Gewiese vom Forum 21 (von links), der Klimaschutzbeauftragten Edith Marqués Berger und dem Ersten Landesbeamten Wolfgang Herz unterschrieben.
Gemeinsam für die Zukunft: Landrat Karl Röckinger (vorne) hat die Erklärung, mit der sich der Enzkreis zur Umsetzung der Agenda 2030 bekennt, im Beisein von Angela Gewiese vom Forum 21 (von links), der Klimaschutzbeauftragten Edith Marqués Berger und dem Ersten Landesbeamten Wolfgang Herz unterschrieben.
16.08.2017

Landratsamt feilt an Plan für Klimaschutz und Energiewende

Entscheidungen so treffen, dass auch künftige Generationen noch eine Grundlage zum Leben haben, hat sich der Enzkreis seit einigen Jahren auf die Fahnen geschrieben. 2012 erhielt der Kreis dafür einen Energiepreis in Gold, den er 2015 verteidigte. Jetzt soll die Arbeit für eine Energiewende und den Klimaschutz auf eine neue Stufe gehoben werden. Landrat Karl Röckinger unterzeichnete gestern das Bekenntnis des Landkreises zur Agenda 2030 – einem Handlungsprogramm für die nächsten Jahre. „Enkeltauglich entscheiden und handeln ist dabei das Ziel“, so der Landrat.

Was ist die Agenda 2030? Das Konzept wurde im September 2015 von allen 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen unterschrieben und soll wirtschaftlichen Fortschritt in Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und ökologischen Grenzen bringen. Der Enzkreis ist der erste Landkreis in Baden-Württemberg, der die Erklärung zur Agenda 2030 unterzeichnet hat.

Geht das Landratsamt mit gutem Beispiel voran?

Die Verwaltung verfügt derzeit über sieben Elektrofahrzeuge, zwei weitere seien bestellt, so Landratsvize Wolfgang Herz. Auch die E-Bikes würden von den Mitarbeitern oft und gerne genutzt. Röckinger und Herz fahren selbst keine Elektroautos, da sie oft weite Strecken zurücklegen müssten, die der Akku eines E-Autos nicht schaffe. Die Leiterin der Stabsstelle Klimaschutz und Kreisentwicklung beim Landratsamt, Edith Marqués Berger, fährt privat seit Neuestem ein Hybrid-Fahrzeug. Röckinger kann sich jedoch vorstellen, dass auch für die Führungsriege im Amt in Zukunft Alternativen zum Verbrennungsmotor bereitstehen könnten.

Welche Rolle spielen die Bürger? „Eine ganz Entscheidende“, sagt Röckinger. Jeder Bürger könne seinen Teil zum Klimaschutz beitragen. Das fange bei der Kaufentscheidung im Supermarkt an.

Wie sollen die Bürger angesprochen werden?

Röckinger setzt seine Hoffnung zum einen in die mediale Berichterstattung. Zum anderen will der Enzkreis die Bürger gezielt ansprechen: Sogenannte Zukunftskonferenzen – Abende, an denen Bürger und Personen der Öffentlichkeit über Klimaschutz ins Gespräch kommen – sollen ebenso verwirklicht werden wie ein Internetangebot. Überlegungen zu einer eigenen Plattform mit Forum zum Austausch bestehen.

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