Wildwechsel
Solche Wildwarnschilder werden an Stellen platziert, in denen es bereits zu unfällen kam. Dort sollten Autofahrer besonders aufmerksam sein.

Landratsamt warnt vor vermehrtem Wildwechsel - Autofahrer sollen auf Wildwarnschilder achten

Enzkreis. Einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung des Landratsamtes Enzkreis zufolge, sollten Verkehrsteilnehmer verstärkt auf Wildtiere achten, die während ihrer Nahrungssuche die Straßen kreuzen könnten. Grund hierfür sei das eingeschränkte Nahrungsangebot für die heimische Fauna wie Rehe und Wildschweine. 

Zwar sei der vergangene Winter nicht sehr hart gewesen, so habe er dennoch für Wildtiere nur ein sehr eingeschränktes Nahrungsangebot geboten. Deshalb seien vor allem Wildschweine und Rehe derzeit besonders aktiv: Das frische Grün auf den Wiesen und oft entlang von Straßen, auf das die Tiere in den vergangenen Monaten verzichten müssen, locke diese aus ihren Verstecken - was für sie selbst und für alle Verkehrsteilnehmer ein großes Gefahrenpotenzial berge. 

 „Plötzlich auftauchendes oder über die Straßen wechselndes Wild kann zu dieser Jahreszeit häufig vorkommen“, warnt Clemens Rank, Leiter der unteren Jagdbehörde im Forstamt. Das könne auch am hellen Tag vorkommen und nicht nur während der Morgen- und Abenddämmerung. Eine vorausschauende Fahrweise könne Tierleid und hohe Reparaturkosten verhindern. „Auto- und Motorradfahrer sollten auf diese spezielle Situation mit einer angepassten Fahrweise reagieren“, bittet Rank und weist darauf hin, dass die Wildwarnschilder entlang von bestimmten Straßenabschnitten bewusst dort aufgestellt wurden: „Dort hatten wir in der Vergangenheit besonders viele Unfälle mit Wild.“