nach oben
Zwei, die gut miteinander können: Landrat Karl Röckinger (links) und Finanzdezernent Frank Stephan, der bereits als heißer Kandidat für die Nachfolge gehandelt wird. Stephan wird jedoch nicht antreten, wenn sein Chef weitermachen würde. Foto: PZ-Archiv
Zwei, die gut miteinander können: Landrat Karl Röckinger (links) und Finanzdezernent Frank Stephan, der bereits als heißer Kandidat für die Nachfolge gehandelt wird. Stephan wird jedoch nicht antreten, wenn sein Chef weitermachen würde. Foto: PZ-Archiv
So sahen 2011 fast alle Stimmzettel aus.
So sahen 2011 fast alle Stimmzettel aus.
29.07.2016

Landratswahl: Macht Röckinger weiter oder nicht? Nachfolger steht in den Startlöchern

Durch einen Kunstgriff könnte Karl Röckinger noch fünf Jahre weitermachen. Verzichtet er, steht der jetzige Finanzchef Frank Stephan schon in den Startlöchern.

Unter Kommunalpolitikern im Enzkreis drehen sich in letzter Zeit viele Gespräche um die Landratswahl. In rund 15 Monaten werden die Kreisräte darüber abstimmen, wer den Landkreis führt. Eigentlich müssten sie erst Mitte 2019 wieder den Chef der Kreisverwaltung bestimmen. Doch Landrat Karl Röckinger kann seine Amtszeit nicht vollenden. Im Januar 2018 wird er 68 Jahre alt, er erreicht die Altersgrenze für Wahlbeamte und ginge in Pension. Die Landratswahl muss deshalb vorgezogen werden. Als Termine im nächsten Jahr kommen der Oktober oder November infrage.

Wer tritt an? Kurios: Obwohl Karl Röckinger in einem Jahr fast schon Rentner ist, könnte er erneut antreten. Der Landtag, der die Altersgrenze für Landräte und Bürgermeister von 68 auf 73 Jahre angehoben hat, lässt in diesem Fall ein Schlupfloch offen. Die Regelung gilt für neue Kandidaturen, aber da Röckinger zum Zeitpunkt der Wahl noch 67 ist, kann er sich wieder zur Wahl stellen.

Aber will er das? Röckinger hat es immer bedauert, dass er die letzten eineinhalb Jahre der achtjährigen Amtszeit nicht zu Ende bringen kann. Hat er Lust, noch fünf Jahre dranzuhängen? „Ich bin in jüngster Zeit oft darauf angesprochen worden, dies zu tun“, sagt er. „Wenn man so eine verantwortungsvolle Aufgabe nochmals übernehmen möchte, sollte man fit sein“. Aktuell sehe er keine Einschränkungen. Sei dies auch Mitte 2017 so sei, werde er „ernsthaft überlegen, nochmals bereitzustehen, wenn dies von den Fraktionen des Kreistages gewünscht wird“, sagt Röckinger.

Hängt also alles davon ab, wie sich Röckinger entscheidet? Ja, gleichwohl wird schon kräftig spekuliert, wer den Landrat beerben will. Die Sozialdezernentin Katja Kreeb und der Finanzdezernent Frank Stephan würden schon mit den Hufen scharren, schrieb kürzlich die PZ. Katja Kreeb widerspricht jedoch. Sie habe nie eine Kandidatur ins Auge gefasst und werde bei der Landratswahl 2017 ihren Hut nicht in den Ring werfen, sagte sie auf Anfrage der PZ. Sie wolle als Sozialdezernentin einen guten Job machen.

Und was ist mit Frank Stephan? Gegenüber der PZ hält er sich bedeckt. Klar doch: Der 47-Jährige Wächter über die Kreisfinanzen kann gut mit Röckinger und würde sicher nicht gegen ihn antreten. Stephan muss also abwarten, wie sich der Landrat entscheidet.

Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Leserkommentare (0)