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In der Turn- und Festhalle begeisterte der Musikverein Langenalb unter Leitung von Dirigent Thorsten Reinau (vorne rechts) sein Publikum mit klassischen Melodien bis zum Jazz. Foto: Kraft
In der Turn- und Festhalle begeisterte der Musikverein Langenalb unter Leitung von Dirigent Thorsten Reinau (vorne rechts) sein Publikum mit klassischen Melodien bis zum Jazz. Foto: Kraft
30.11.2015

Langenalber Musikverein verzaubert sein Publikum mit „Classic meets Jazz“

Zu seinem Jahreskonzert hatte der Langenalber Musikverein in die Turn- und Festhalle eingeladen. Musik und Kunst bilden dabei schon über Jahre eine erfolgreiche Symbiose. Das war auch diesmal der Fall. Der künstlerische Rahmen des Konzerts wurde durch eine Ausstellung von „Vanessas Blumenwelt“ vollendet, bei dem eine große Auswahl an adventlichen Gestecken präsentiert wurde.

Das Konzert stand unter dem Motto „Classic meets Jazz“, das das Orchester mit einer typischen Ouvertüre zur Operette „Pique Dame“ eröffnete. Überschäumendes Temperament der Musiker endete dabei in einem feinsinnigen Flötensolo. Damit wurden die Besucher auf ein beeindruckendes Konzerterlebnis eingestimmt.

Aufgrund des hohen Niveaus sowohl der Solisten als auch des gesamten Orchesters wird das Konzert wohl als das bisher beste in die Vereins-Geschichte eingehen. Maßgeblichen Anteil daran hatte Dirigent Thorsten Reinau unter dessen Gesamtleitung das Konzert stand. Obwohl er erst vor gut einem Jahr die Dirigentschaft beim Musikverein übernahm, hat er es verstanden, mit akribischer Arbeit die Aktiven für die Musik zu begeistern und einen harmonischen Klangkörper zu formen.

Vorstand Karl-Heinz Pfeiffer blieb es vorbehalten, die Besucher zu begrüßen, darunter zahlreiche Ehrengäste wie Alt-Bürgermeister Willi Rutschmann, der stellvertretende Bezirksvorsitzende Günther Geisert und viele „Ehemalige“. Pfeiffer versprach den Besuchern: „Ihre Ohren werden Augen machen, was das Orchester alles zu bieten hat.“ Jahrelang führte Li Trötschel als Sprecherin durch das Programm. Christina Beier trat aber schon im vergangenen Jahr in ihre Fußstapfen. Beier war von der Musik so begeistert, dass sie als Musikerin in das Orchester eintrat und damit in diesem Jahr eine Doppelrolle inne hatte.

Das musikalische Programm ging weiter mit „Jericho“, ein programmatisches Meisterwerk von Bert Appermann. Der erste Satz schilderte den Zug durch die unwirtliche Wüste, im zweiten Satz brachten schließlich die Posaunen die Mauern zum Einsturz. Virtuose Melodien durch die Holzbläser drückten das Gefühl der Sieger in der eroberten Stadt aus.

„Erinnerungen an ein Ball-Erlebnis“ unter diesem Thema machte das Orchester eine musikalische Reise in die 30er Jahre. Die wohl bekannteste Komposition von Hans Bund, ein melancholischer Blues, weckte bei den älteren Konzertbesuchern Erinnerungen an ihren Tanzunterricht. Mit „Gruß aus Bosnien“, einem Marsch von Eduard Wagnes. war es Jens Hübner, der mit einem Blues-Trompetensolo begeisterte und, den ersten Teil des Abends beendete. Mehr lesen Sie am Dienstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.