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Ein gutes Dutzend Läufer geht in Wimsheim an den Start, um bis nach Bad Liebenzell zu laufen. Foto: Seibel
Ein gutes Dutzend Läufer geht in Wimsheim an den Start, um bis nach Bad Liebenzell zu laufen. Foto: Seibel
09.09.2018

Laufen für Burundi: Waisenkinder sollen profitieren

Wimsheim/Bad Liebenzell. Temperaturen um 20 Grad, blauer Himmel, kein Regen – bestes Läuferwetter, möchte man meinen. Doch ganz so einfach ist es nicht. Um die Mittagszeit am Samstag strahlt auch die Sonne kräftig vom Himmel, und so mancher Teilnehmer am Sponsorenlauf Missio-Cross-Challenge sehnt sich eine Etappe im schattigen Wald herbei.

Die sollte es geben zwischen Wimsheim und Tiefenbronn, einer von 16 Teilstrecken der Veranstaltung.

Einer der Läufer, die mit ihrem Einsatz Sponsorengelder für ein Hilfsprojekt der Liebenzeller Mission in Burundi einwerben und beim Wimsheimer Rathaus schon mit den Hufen scharren, ist Jörg Schmalzhaf. Der 53-Jährige war bereits in Schwaigern bei Heilbronn losgelaufen, hat dann ein paar Etappen ausgesetzt und startet in Wimsheim wieder, um bis ins Ziel nach Bad Liebenzell mitzulaufen. Die Strecke führt über Tiefenbronn, Neuhausen und das Monbachtal. Zuvor passierten die Teilnehmer unter anderem Sternenfels, Lienzingen, Mühlacker und Wiernsheim.

Insgesamt sind über 80 Kilometer zu bewältigen, die Läufer konnten nach Belieben einzelne Streckenabschnitte wählen – ganz nach körperlicher Konstitution. Ein Läufer hat die komplette Distanz erfolgreich bewältigt, fast zwei komplette Marathons. Eine Handvoll anderer ist die Strecke ebenfalls komplett gelaufen, allerdings im gemächlicheren Wandertempo.

140 Teilnehmer sind dabei

Auch der 29-jährige David Wirth und der 63-jährige Alfred Speer sind für den guten Zweck mit von der Partie. Gleichzeitig treibt der sportliche Ehrgeiz die beiden an. Wirth trainiert ohnehin zwei- bis dreimal die Woche, Bäckermeister Speer immer sonntags – „noch vor der Kirche.“ Zusammen mit seinen Lauffreunden hat er bereits vor dem Start des Benefizlaufs fast 3000 Euro bei Sponsoren, Freunden und Verwandten sowie Firmen eingeworben.

Wie viel Geld insgesamt für das Hilfsprojekt, das bedürftigen Kindern und Waisen im bürgerkriegsgeplagten Burundi zugutekommen soll, zusammen gekommen ist, lässt sich noch nicht genau sagen. Thomas Haid, Pressesprecher der Liebenzeller Mission, rechnet mit einer Summe von deutlich über 20.000 Euro. Teilgenommen hatten rund 140 Läufer, vom Grundschüler bis zum Senior.