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Zufriedene Organisatoren (v.l.n.r.): Dirk Fuhrmann, Wolfgang Krieg, Heike Franz, Werner Schaible, Werner Stängle
Zufriedene Organisatoren (v.l.n.r.): Dirk Fuhrmann, Wolfgang Krieg, Heike Franz, Werner Schaible, Werner Stängle © Zoller
Herold der Bruchsaler Ritterschaft
Herold der Bruchsaler Ritterschaft © Zoller
Händler
Händler
Rittersachen
Rittersachen © Zoller
Felle und mehr
Felle und mehr © Zoller
Im Lager
Im Lager © Zoller
Abendstimmung
Abendstimmung © Zoller
01.07.2014

Lebendiges Mittelalter beim 3. Dobler Spectaculum

Dobel. Bereits zum dritten Mal lädt der Dobel in Zusammenarbeit mit der Bruchsaler Ritterschaft vom 22.-24. August 2014 zum großen Mittelalter Spektakel ein. Während anderswo das Treiben eines Mittelalter Marktes auf engen Gassen oder beengten Burganlagen stattfindet, glänzt der Höhenort Dobel mit seiner exponierten Lage rund um den Wasserturm.

„In 720 Metern Höhe ist die Aussicht auf die Rheinebene einfach umwerfend schön“, schwärmt Bürgermeister Wolfgang Krieg bei der Besprechung mit der Bruchsaler Ritterschaft. In der vergangenen Woche waren Heike Franz und Dirk Fuhrmann, die Verantwortlichen des dritten Spectaculums auf dem Dobel zu Gast, um finale Details zu besprechen. „Die Händler und Vereine waren 2013 so begeistert, dass wir in diesem Jahr doppelt so viele Marktstände haben als im Vorjahr“, so Heike Franz, die sich um die zahlreichen Handwerker, Spielleute, Gaukler und Händler in mittelalterlichem Gewand kümmert. Höhepunkt des mittelalterlichen Treibens sind beeindruckende Vorführungen wie die spektakulären Schaukämpfe der Bickesheimer Spiegelfechter oder Brachmanroths sowie eine faszinierende Feuerschau, die in diesem Jahr sogar am Freitag und am Samstag Abend stattfinden wird.

Neben attraktiven Mitmachaktionen für Kinder gibt es bei freiem Eintritt auch vieles, das die Erwachsenen noch nicht wissen. Heike Franz schmunzelt: “Wir haben in diesem Jahr eine Märchenerzählerin, die mittags für Kinder und abends für Erwachsene die spannendsten Geschichten erzählt. Gaukler und Spielleute sind vor Ort und 2014 auch die Schäfergruppe Bretten, die mittelalterliche Tänze präsentiert. Die exponierte Lage auf dem Hochplateau des Nordschwarzwalds, die gute Erreichbarkeit und nicht zuletzt das umfassende Angebot an kulinarischen und kulturellen Höhepunkten machen den Erfolg der Veranstaltung aus. Für 2014 sind erstmals 300 überdachte Sitzplätze für Gäste vorgesehen, um Sarazenerfleisch, Flammkuchen oder Stockbrot zu genießen.

Nach Aussage von Dirk Fuhrmann musste er den Lagerplan der Zelte und Marktstände bereits mehrfach anpassen, um der stattlichen Anzahl von über 500 teilnehmenden Handwerkern, Spielleuten, Händlern und Gauklern gerecht zu werden. „Wir haben viele neue Lagergruppen und benötigen somit auch mehr Fläche, um den Familien und Marketendern Raum für ihre Hütten und Zelte zu bieten,“ so Fuhrmann.

Bei der Dobler Besprechung präsentiert er erstmals den neuen Plakatentwurf. Zu sehen ist der Dobler Wasserturm und davor eine Ritterrüstung, die im Licht einer Fackel glänzt. Die Aufnahme aus dem Vorjahr zeigt die mittelalterliche Atmosphäre bei Sonnenuntergang. „Das ist genau die Zeit, wenn es bei uns im Lager so richtig gemütlich wird“, schwärmt Fuhrmann. Jedes Lager hat sein eigenes Feuer. Dann wird es gesellig, es wird vor Ort gekocht oder gebraten und selbstverständlich auch selbstgebranntes ausgeschenkt. Bevor es jedoch so weit ist, müssen alle Details akribisch beplant werden. Bürgermeister Wolfgang Krieg hat dazu Werner Schaible, Bauamtsleiter Dobel, eingeladen. Es geht um Holz für die Lagerfeuer, gemähte Wiesen und selbstverständlich auch den Schutz aller beteiligten durch die Dobler Feuerwehr, die zu dieser Besprechung durch Werner Stängle vertreten ist.

Mit rund 2.000 Besuchern zählt das Dobler Spectaculum sicherlich nicht zu den größten Veranstaltungen von Mittelalterevents, aber nach den Erfahrungen der vergangenen Jahren stellt Bürgermeister Wolfgang Krieg fest, „dass es immer mehr Besucher gibt, die sich den Begebenheiten anpassen und sich mit dem passenden Gewand unter die Marketer mischen“. Er wertet das als ein Zeichen, dass das Spectaculum auch in den kommenden Jahren eine der prägenden Veranstaltungen im Veranstaltungskalender des Kurortes bleiben wird und betont zudem: „Ohne das Engagement von Feuerwehr und ehrenamtlichen Helfern wäre dies nicht denkbar.“