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Da schützen auch hohe Mauern und Stacheldraht nicht: Ein Bediensteter steht im Verdacht, Lebensmittel in die Justizvollzugsanstalt Heimsheim geschmuggelt zu haben. Foto: Ketterl/PZ-Archiv
Da schützen auch hohe Mauern und Stacheldraht nicht: Ein Bediensteter steht im Verdacht, Lebensmittel in die Justizvollzugsanstalt Heimsheim geschmuggelt zu haben. Foto: Ketterl/PZ-Archiv
20.08.2018

Lebensmittel in Heimsheimer Knast geschmuggelt? Vollzugsbediensteter suspendiert

Heimsheim. Ein Bediensteter des Vollzugsdienstes steht im Verdacht, am 6. August versucht zu haben, unerlaubt Lebensmittel in die Justizvollzugsanstalt (JVA) Heimsheim zu schmuggeln. Das bestätigte am Montag Richter Steffen Tanneberger, Sprecher des Landesministeriums der Justiz und für Europa.

Ein Hinweis habe dazu geführt, dass der Mitarbeiter kontrolliert und die Lebensmittel sichergestellt wurden, als er die JVA betrat. Dabei habe es sich unter anderem um Fleisch und Kräuterbutter gehandelt. Dem betreffenden Bediensteten sei daraufhin die Führung der Dienstgeschäfte sowie das Betreten von Diensträumen der JVA untersagt worden, so Tanneberger.

Welche weiteren Konsequenzen der Vollzugsbedienstete zu erwarten hat, ist nicht bekannt. „Hierzu kann mit Blick auf die andauernden Ermittlungen gegenwärtig keine Aussage getroffen werden“, so der Sprecher.

Es sei verboten, den Gefangenen der JVA ohne Überwachung Gegenstände jeglicher Art zu übergeben. Auch bei vermeintlich unproblematischen Lebensmitteln bestünden vielfältige Missbrauchsmöglichkeiten, die sich aus den Nahrungsmitteln selbst – etwa zur Herstellung von Alkohol – oder ihrer Verpackung, wie etwa Glasbehältnissen, ergeben können.

„Außerdem ist bereits der Anschein zu vermeiden, dass Bedienstete für die Übergabe auch an sich unproblematischer Gegenstände Gegenleistungen erhalten“, erklärt der Sprecher weiter.

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