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Bei der Fortbildungsveranstaltung „Löwen retten Leben“ zeigt der Chefarzt des  Helios Klinikums Pforzheim, Professor Dr. Clemens Bauer (Dritter von links), den Lehrkräften, wie man eine Herzdruckmassage durchführt. Foto: Tilo Keller
Bei der Fortbildungsveranstaltung „Löwen retten Leben“ zeigt der Chefarzt des Helios Klinikums Pforzheim, Professor Dr. Clemens Bauer (Dritter von links), den Lehrkräften, wie man eine Herzdruckmassage durchführt. Foto: Tilo Keller
16.07.2016

Lehrer üben lebensrettende Maßnahmen mit dem DRK-Team

Niefern-Öschelbronn. 33 Lehrer knien am Boden und drücken mit beiden Händen auf aufgeblasene Figuren – das hört sich zunächst komisch an, hat aber einen sehr ernsten Hintergrund. Die Pädagogen aus 26 Schulen der Region haben sich in Niefern zeigen lassen, wie man eine lebensrettende Herzdruckmassage durchführt, um dieses Wissen an ihre Schüler weitergeben zu können.

Unter dem Motto „Löwen retten Leben – In Baden-Württemberg macht Wiederbelebung Schule“ hat das Kultusministerium in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK), der Stiftung Deutsche Anästhesiologie, Laerdal Medical und dem Sparkassenverband Baden-Württemberg eine Initiative gestartet. „Plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen“, erklärte Jovin Bürchner, Koordinator der „Löwen retten Leben“-Aktion in Baden-Württemberg, bei der Begrüßung der Teilnehmer. Er machte darauf aufmerksam, dass der plötzliche Herztod bis zu 100.000 Menschen jährlich betreffe. Professor Dr. Clemens Bauer, Chefarzt und Anästhesist des Helios Klinikums Pforzheim, klärte die Lehrer über die richtige Vorgehensweise auf. „Prüfen, rufen, drücken – das ist das, was sie können müssen“, betonte er.

Mit den drei Schlagworten ist zunächst das Prüfen des Bewusstseins und der Atmung der Person gemeint, danach die Alarmierung des Rettungsdienstes über den Notruf 112 und dann der Beginn der Herzdruckmassage. „Keine Zeit verlieren, gleich anfangen“, mahnte Bauer.