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07.10.2015

Lenkungsstab für Flüchtlinge ermöglicht schnelle Beschlüsse

„Der ungebrochene Zustrom von Flüchtlingen in den Enzkreis erfordert eine noch engere Abstimmung der Maßnahmen zur Unterbringung“, sagt Landrat Karl Röckinger.

„Der ungebrochene Zustrom von Flüchtlingen in den Enzkreis erfordert eine noch engere Abstimmung der Maßnahmen zur Unterbringung“, sagt Landrat Karl Röckinger. Deshalb habe er mit sofortiger Wirkung einen Lenkungsstab eingerichtet. Damit sollen Entscheidungen nochmals deutlich beschleunigt werden. Aktuell fehlen im Enzkreis nach den aktuellen Prognosen bis Dezember etwa 500 Plätze für Flüchtlinge.

Dem Lenkungsstab, der von Landratsvize Wolfgang Herz geleitet wird, gehören die neue Sozialdezernentin Katja Kreeb und die Führungskräfte des Amts für Migration und Flüchtlinge, des Personal- und Organisationsamts, des Gebäudemanagements und des Baurechtsamts an. Da der Brandschutz bei möglichen Unterkünften oft eine entscheidende Rolle spielt, wird auch Kreisbrandmeister Christian Spielvogel dem neuen Gremium angehören. Nach Bedarf könne der Stab um weitere Fachbereiche erweitert werden, so Röckinger.

In nahezu gleicher Zusammensetzung beraten die Fachleute schon seit Monaten regelmäßig Maßnahmen, mögliche Gebäude oder Plätze für Wohncontainer. „Neu ist, dass wir als Lenkungsstab Entscheidungen direkt treffen können“, sagt Wolfgang Herz. Das sei angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen nötig: „Die Menschen brauchen ein Dach über dem Kopf, Verpflegung und sanitäre Einrichtungen, gerade jetzt, wenn es kalt wird.“