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Der gesperrte Bahnübergang in Ersingen: Anwohner kritisieren, dass die Bahn sie vorab nicht informiert habe. Foto: Meyer
Der gesperrte Bahnübergang in Ersingen: Anwohner kritisieren, dass die Bahn sie vorab nicht informiert habe. Foto: Meyer
17.08.2018

Leserfrage: Birgt Sperrung des Ersinger Bahnübergangs eine Gefahr?

Kämpfelbach-Ersingen. Der unbeschrankte Bahnübergang in Ersingen ist derzeit gesperrt. Anwohner des dahinter liegenden Wohngebietes beklagen sich nun, dass die Bahn sie zwar über Arbeiten und drohenden Lärm, nicht aber über die Sperrung informiert habe. Sie fragen sich nun: Gibt es einen Notfallplan, beispielsweise für die Feuerwehr? Und wie wird der Müll abgeholt?

Vor dem Start der Arbeiten erhielten die betroffenen Anwohner eine Mitteilung der Bahn. Darin entschuldigte sich das Unternehmen, dass es in nächster Zeit etwas lauter werden könne. „Dafür hatte jeder Verständnis“, so ein Betroffener. Als die Arbeiten losgingen, sei aber plötzlich ein Sperrschild aufgestellt worden: Der Bahnübergang könne seither weder mit dem Auto noch zu Fuß überquert werden. „Warum werden die Anwohner nicht vorher darüber informiert?“, fragen die Bürger. Es gibt zwar eine kleine Unterführung zu den betroffenen Straßen (Thanweg, Heinestraße und Buchhäldenstraße), aber hier passen sehr große Fahrzeuge nicht durch. Und so hatten die Anwohner vor zwei Wochen das Problem, dass der Müllwagen nicht zu ihnen kam: Ihre Tonnen blieben stehen. Nur weil die Betroffenen mit dem Abfuhrunternehmen und den Bauarbeitern vor Ort sprachen, wurde die Strecke kurzfristig für die Müllabfuhr geöffnet – aber am Freitag wurden die Tonnen wieder nicht geleert. „Soll das nun bis zum Ende der Ferien so weiter gehen?“, fragt ein Bürger. So lange dauern die Arbeiten nach Auskunft der Bahn. Er macht sich Sorgen. „Was passiert, wenn es brennen sollte? Wie kommt die Feuerwehr zu uns?“

Kämpfelbachs Bürgermeister Udo Kleiner bestätigt, dass „die Informationspolitik der Deutschen Bahn verbesserungswürdig“ sei. „Wenn die Gemeinde irgendwo baut, informieren wir die Anwohner immer ausführlich“, betont er. Nach seinem Kenntnisstand ist das Schlimmste aber bereits überstanden: Die Strecke sei schon in der nächsten Woche wieder befahrbar. „Der Müll kann wieder abgeholt werden“, so Kleiner. Wie die örtliche Feuerwehr betont, seien die Anwohner in den drei betroffenen Straßen nicht gefährdet. Sollte es brennen, kämen die Löschfahrzeuge durch die Unterführung. Außerdem werde der gesperrte Bahnübergang im Notfall geöffnet.