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Gerodete Fläche im Staatswald zwischen Schwann und Dennach: Die Standorte für die geplanten Windkraftanlagen sind in den vergangenen Wochen vorbereitet worden. Foto: Ketterl
Gerodete Fläche im Staatswald zwischen Schwann und Dennach: Die Standorte für die geplanten Windkraftanlagen sind in den vergangenen Wochen vorbereitet worden. Foto: Ketterl
Auf die historischen Grenzsteine im Wald bei Straubenhardt will eine Bürgerin ein Auge haben. Foto: Privat
Auf die historischen Grenzsteine im Wald bei Straubenhardt will eine Bürgerin ein Auge haben. Foto: Privat
Holzreste entlang der Wege zeugen noch von den Arbeiten, die in diesem Bereich mittlerweile abgeschlossen sind. Nach einem Störungsaufruf hatte es Sorgen um die Sicherheit gegeben. Doch es ist zu keinen gefährlichen Vorfällen gekommen. Foto: Ketterl
Holzreste entlang der Wege zeugen noch von den Arbeiten, die in diesem Bereich mittlerweile abgeschlossen sind. Nach einem Störungsaufruf hatte es Sorgen um die Sicherheit gegeben. Doch es ist zu keinen gefährlichen Vorfällen gekommen. Foto: Ketterl
26.02.2017

Leserfrage: Sind Rodungen für den Straubenhardter Windpark behindert worden?

Die Rodungen auf der Windparkfläche bei Straubenhardt haben für Wirbel gesorgt. Zuletzt auch, als in sozialen Netzwerken zu Störungen der Fällarbeiten aufgerufen worden war. Leser wollten wissen: Hat es danach Zwischenfälle gegeben? Das war nicht der Fall. Zudem sorgt sich eine Straubenhardterin um historische Grenzsteine in diesem Waldbereich.

Mittlerweile sind zumindest die Baumfällarbeiten für die acht Windräder, die im Staatswald bei Straubenhardt entstehen sollen, beendet. Und es ist zu keinen gefährlichen Situationen durch Menschen gekommen, die die Absperrungen und Warnungen der Waldarbeiten missachtet hätten. Das bestätigen Jürgen Scheurer vom Investor Wirsol/Wircon und Kreisforstamtsleiter Frieder Kurtz auf Nachfrage. Ein Aufruf in sozialen Netzwerken, die Rodungen zu stören, hatten die Forstarbeiter alarmiert. Investor, Forst und die windkraftkritische Bürgerinitiative Gegenwind Straubenhardt hatten unisono davor gewarnt, sich Gefahren bei Baumfällarbeiten auszusetzen.

Es sei zum Glück ruhig geblieben, sagt Kurtz. Aber die eingesetzten Arbeiter seien unter großem psychischem Druck gestanden, so der Forstamtsleiter. Deren Job sei ohnehin nicht ungefährlich – umso mehr, wenn sie damit rechnen müssten, dass Menschen in den abgesperrten Bereichen auftauchen könnten.

Die Rodung hat insgesamt zu Protesten geführt. Unter anderem wegen des Fällens eines Baums mit einer Nisthöhle sind Anzeigen gestellt worden. Eine Aufsichtsbeschwerde gegen das Landratsamt wegen der Rodungsgenehmigung wird derzeit vom Regierungspräsidium Karlsruhe geprüft. Die Stellungnahme des Enzkreises dazu sei mittlerweile da, so RP-Sprecher Uwe Herzel. Doch was wird aus historischen Grenzsteinen, die eine Straubenhardterin in einem Bereich gesehen hat, der für Wegeverbreiterungen zum Windpark-Bau vorgesehen ist? Der Investor halte sich an die klaren Vorgaben für den Erhalt der Kleindenkmale, so Jürgen Scheurer von Wirsol/Wircon. Die Zeitzeugen stünden auf der östlichen Wegseite, die Wege wolle man deshalb auf der westlichen Seite verbreitern. Genau so laute die Auflage des Enzkreises in der Genehmigung, so Wolfgang Kummer vom Amt für Baurecht und Naturschutz.

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