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04.09.2018

Leserfrage: Warum muss man auf sanierten Straßen langsamer fahren als zuvor?

Die Straße zwischen Unterreichenbach und Schellbronn war einst völlig ramponiert, damals durfte man 100 fahren. Seit der Sanierung sind nur noch 60 Stundenkilometer erlaubt. Das versteht ein begeisterter Motorradfahrer bis heute nicht. Kopfschütteln – und ein verärgertes „Warum?“. Diese Frage bewegt den PZ-Leser bereits seit einigen Jahren.

2012 wurde der Belag auf der Kreisstraße saniert, erinnert sich Oliver Müller, Leiter des Straßenverkehrs- und Ordnungsamtes des Enzkreises. Durch das Anbringen neuer Schutzblanken am Rande des „relativ engen Sträßchens“ habe sich diese noch mehr verjüngt. Nach der Fertigstellung habe man die Notwendigkeit neuer Beschränkungen gemeinsam mit der Polizei geprüft, so Müller. Um den Belag zu schonen, dürfen seither nur noch Fahrzeuge bis zu 7,5 Tonnen die Straße nutzen – und zwar mit höchstens 60 Stundenkilometern auf dem Tacho. Zuvor gab es auf der Strecke keine Geschwindigkeitsbegrenzung. Das liege zum einen an der Kurvensituation und neuen Fahrzeugbreite, sagt Müller – aber auch an der Optik einer sanierten Straße. Diese können Fahrer zu schnellerem Tempo animieren, während auf maroden Strecken in der Regel ohnehin langsamer gefahren werde. Die Straße beschäftige die Verkehrsbehörde immer mal wieder, sagt Müller. „Sie wird gerne genutzt, von Menschen die zu schnell fahren – insbesondere von Motorradfahrern.“

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