nach oben
Vertrauen aus jahrelangen Besuchen: Der Mann aus dem östlichen Enzkreis schwört auf das Wasser aus dem forstlichen Eyachtal-Brunnen. Wie viele andere. Die Trinkwasserwarnung heißt nicht, dass das kühle Nass nicht genießbar ist. Aber sie zeigt, dass es ungefiltert ist und die Qualität anders als bei Leitungswasser nicht ständig geprüft wird.
Vertrauen aus jahrelangen Besuchen: Der Mann aus dem östlichen Enzkreis schwört auf das Wasser aus dem forstlichen Eyachtal-Brunnen. Wie viele andere. Die Trinkwasserwarnung heißt nicht, dass das kühle Nass nicht genießbar ist. Aber sie zeigt, dass es ungefiltert ist und die Qualität anders als bei Leitungswasser nicht ständig geprüft wird.
Beliebte Anlaufstelle: So menschenleer ist der Brunnen zwischen Fischzucht und Eyachmühle selten. Fotos: Meyer
Beliebte Anlaufstelle: So menschenleer ist der Brunnen zwischen Fischzucht und Eyachmühle selten. Fotos: Meyer
Flaschen oder Kanister: Die Wasserholer sind findig.
Flaschen oder Kanister: Die Wasserholer sind findig.
10.05.2019

Leserfrage: Warum steht am Brunnen im Eyachtal „Kein Trinkwasser“?

Dobel/Enzkreis. Das idyllische Eyachtal ist bekannt für sein Wasser. Nicht umsonst sprudeln dort die Quellen der Mannenbachwasserversorgung. Aber nicht nur. Beliebt ist auch ein kleiner Brunnen am Sträßchen im Tal, wo viele Flaschen oder Kanister mit Wasser füllen. PZ-Leserin Inge Santangelo aus Keltern ist dort zuletzt ein Schild mit der klaren Ansage „Kein Trinkwasser“ aufgefallen. Tatsächlich hat der Hinweis damit zu tun, dass das Wasser dort ungefiltert und ungeprüft plätschert.

Nicht nur die Kelterner Leserin kennt das Brünnelchen am Wegrand. Menschen von weit her holen dort gerne Wasser. Als der PZ-Fotograf diese Woche vorbeischaut, ist gerade ein Besucher aus dem östlichen Enzkreis da, der seit vielen Jahren auf das Wasser schwört. Bernhard Brenneis, der Förster des dortigen Reviers Dobel-Eschbach, hat im Eyachtal schon Autoschlangen warten sehen. Umso wichtiger ist dem Förster das Hinweisschild, das immer wieder angebracht worden sei, das aber genauso oft auch wieder verschwinde. Die Warnung bedeute nicht, dass das Wasser nicht getrunken werden könne – sie mache aber klar, dass die Genießbarkeit nicht wie beim Leitungswasser etwa der Mannenbach-Quellen regelmäßig überprüft und das Wasser vor der Ausschüttung gefiltert werde. Niemand könne deshalb für die Qualität garantieren, so Brenneis.

Der Förster ist deshalb gefragt, weil der Brunnen zum Forst gehört. Dort fließe Quellwasser, aber auch Oberflächenwasser, sagt Brenneis. Damit gebe es auch keine Absicherung gegen Verunreinigungen, wie sie in einem Waldgebiet, dem Einzugsbereich des Brunnens, durchaus vorkommen könnten. Von Rohwasser sprechen da Experten wie Reinhold Varwig, Geschäftsführer der im Eyachtal beheimateten Mannenbachwasserversorgung. Mehr dazu lesen Sie in der „Pforzheimer Zeitung“ vom Samstag.