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Das Gebäude an der Brühlstraße soll bald nicht mehr stehen. Foto: Meyer
Das Gebäude an der Brühlstraße soll bald nicht mehr stehen. Foto: Meyer
24.02.2018

Leserfrage: „Warum wird Haus in Königsbach abgerissen?

Ein Leser aus Königsbach-Stein hat die PZ gebeten, der Frage nachzugehen, warum ein gemeindeeigenes Haus an der Brühlstraße abgerissen werden soll – und was genau an dem Standort danach geplant ist.

Es ist bereits das zweite Mal innerhalb von wenigen Jahren, dass ein gemeindeeigenes Haus in Königsbach für Schlagzeilen sorgt. Zwei Familien, die dort teils mehrere Jahrzehnte gewohnt hatten, mussten ihre Wohnungen 2015 räumen – das Haus wurde zur Unterbringung von Flüchtlingen benötigt. Nun ist die direkte Umgebung des Gebäudes, Brühlstraße 18/20, abgesperrt. Vom Dach gehe eine Gefahr aus, so Bürgermeister Heiko Genthner. Es sei durch Stürme über den Jahreswechsel stark beschädigt worden, es bestehe das Risiko, dass Ziegel hinabstürzen könnten. Die Schäden am Dach seien so gravierend, dass das Haus nun abgerissen werden soll. Das hatte Genthner bereits Anfang Februar in einer Gemeinderatssitzung bekanntgegeben. Eine Sanierung des Dachs lohne sich finanziell nicht, bestätigt er nun auf PZ-Anfrage – die Kosten dafür würden auf rund 50.000 Euro geschätzt. Man habe den entstandenen Schaden genau begutachten lassen und festgestellt, dass eine Sanierung für diese Summe nicht wirtschaftlich sei.

Zwischenzeitlich seien die meisten Bewohner der Flüchtlingsunterkunft anderweitig untergekommen.

Was danach mit dem Grundstück passieren soll, sei noch nicht entschieden, so Genthner: „Es gibt noch keine Ideen.“ Damit wird sich der Gemeinderat beschäftigen müssen.

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