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Die Enz in Neuenbürg soll wieder aufgestaut werden. Foto: Hans Fritz
Die Enz in Neuenbürg soll wieder aufgestaut werden. Foto: Hans Fritz
07.12.2018

Leserfrage: „Was ist mit unserem Fluss in Neuenbürg los?“

Neuenbürg. Hans Fritz aus Neuenbürg ärgert sich über den optisch wenig einladenden Eindruck der Enz beim Mühlenwehr in Neuenbürg. Die PZ erklärt, was es damit auf sich hat.

„Was ist mit unserem Fluss in Neuenbürg los?“ Fritz erinnert sich an bessere Tage: Es wäre doch für die hoffentlich vielen Besucher der Schlossstadt an der Enz ein schöner Anblick, „wenn der Fluss an der Vorstadtbrücke wieder aufgestaut“ würde. Die Redaktion fragte nach bei der Neuenbürger Stadtverwaltung und ließ sich von Diplom-Ingenieur Denis Kraft, dem Sachgebietsleiter Tiefbauamt, die aktuelle Situation und die Hintergründe erläutern.

Fakt sei nun einmal, so Fachmann Kraft, dass zwei Dinge zusammengekommen seien. Einerseits habe das Wehr instandgesetzt werden müssen. Andererseits müsse eigentlich allgemein bekannt sein, dass es eine außergewöhnliche Trockenperiode gegeben habe. Der Fluss sei in den zurückliegenden Monaten durch niedrige Pegelstände charakterisiert gewesen. Man habe vor diesem Hintergrund die Enz nicht einfach wieder aufstauen können, denn das hätte die Flusswelt im Unterliegerbereich erheblich geschädigt. Fische und andere Lebewesen wären gefährdet worden, beurteilt Kraft das Bedrohungspotenzial. Allerdings sei es durch den Regen nun in der Tat möglich, eine Änderung herbeizuführen und das Wehr hochzuziehen, um den Fluss dort wieder aufzustauen, bilanzierte Kraft.

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