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Stetes Ärgernis: Die Bauarbeiten sind inzwischen beendet, der Ärger über den Lärm der Autobahn ist bei den Nöttingern geblieben. Foto: PZ-Archiv, Seibel
Stetes Ärgernis: Die Bauarbeiten sind inzwischen beendet, der Ärger über den Lärm der Autobahn ist bei den Nöttingern geblieben. Foto: PZ-Archiv, Seibel
05.12.2018

Letzte Debatte um Lärmaktionsplan in Remchingen?

Remchingen. Die langen Diskussionen um den Remchinger Lärmaktionsplan dürften am Donnerstagabend in die letzte Runde gehen. Bei der Sitzung des Gemeinderats soll das Werk, das die Gemeinde seit Jahren beschäftigt, beschlossen werden.

Wie berichtet, kommt eine reine Nordwand bei Wilferdingen nicht infrage, weil das eine Verschlechterung für Nöttingen bedeuten würde. Für einen Erdwall bei Nöttingen seien die Kosten sehr hoch, der Ertrag aber fast nicht spürbar. Gefordert werden soll ein Lärmschutz für die Klosterwegbrücke und zwei Blitzer, um die Geschwindigkeit zu reduzieren.

Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon ist froh, dass nun die Entscheidung ansteht. „Wir haben das Thema in der Breite und Tiefe besprochen, aber jetzt ist es auch durch“, meint er. Anders sieht das Irmgard Zachmann aus Nöttingen, Sprecherin der Bürgerinitiative (BI) „Ruhe jetzt“. Sie kritisiert, dass es zu wenig Zeit gegeben habe, um in die aktuellen Daten Einblick zu nehmen. Deshalb sei es zu früh, um den Plan zu beschließen.

Die BI-Sprecherin bemängelt vor allem, dass man anhand der Daten kaum überprüfen könne, welche Lärmminderung durch bestimmte Maßnahmen erzielt werden könnte – zum Beispiel durch eine Erhöhung der Lärmschutzwälle. Zwar seien nun die aktuellen Verkehrszahlen der Autobahn benutzt worden (mehr als 100 000 Fahrzeuge pro Tag), aber über die die aktuelle Lärmstärke und die Zahl der Betroffenen sage das Werk nichts aus. Für die Bürgerinitiative sei das Fazit sehr enttäuschend, denn es wurden keine Lärmschutzmaßnahmen entlang der Südseite aufgenommen, so Zachmann.

Mehr lesen Sie am Donnerstag, 6. Dezember, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.