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03.05.2019

Licht aus beim Winterzauber in Bad Wildbad

Bad Wildbad. Der Bad Wildbader Weihnachtsmarkt „Winter.Kurpark.Zauber“, besser bekannt als Winterzauber, findet in diesem Jahr nicht statt. Das gaben die Organisatoren bekannt. Ob es 2020 eine Neuauflage geben wird, ist fraglich. Rund 100 000 Euro, so die Berechnungen von Stadt und Touristik GmbH, kostet der Winterzauber pro Jahr. Angesichts dieser Summe haben sich Aufsichtsrat der Touristik und Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung gegen eine Weiterführung ausgesprochen. Hinter den Kulissen werde an einer Alternative gearbeitet.

Der Grund für das Aus ist der Rückzug der Johanneskliniken und ihrer Dachgesellschaft MHT als Ideengeber, Organisator und Hauptfinanzier des Winterzaubers. „Die Durchführung einer solchen Veranstaltung mit dem sehr guten Ruf, den sie sich in den vergangenen Jahren erarbeitet hat, bedarf eines neuen Finanzierungskonzepts und einer veränderten klaren Organisationsstruktur – und dafür bedarf es vor allem Zeit. Diese Aspekte können für 2019 nicht mehr vollumfassend berücksichtigt werden“, so Bürgermeister Klaus Mack. In welcher Form es ab 2020 einen Neuanfang geben wird, werde in den nächsten Monaten von Stadt und Touristik intensiv eruiert.

Laut Manfred Preuss habe das Engagement des Johanneshauses und der Johannesklinik jedes Jahr erhebliche Kapazitäten gebunden – personelle wie wirtschaftliche. Immerhin rund 50 Mitarbeiter setzten die Johanneshäuser für den Winterzauber ein. Nun brauche man die eigenen Ressourcen, um Sanierung, Modernisierung und Erweiterung der sozialen Angebote der Johanneshäuser stemmen zu können. Die Stadt sei Mitte März informiert worden, berichtet Mack. Man habe daraufhin eine Kalkulation erstellt, was die Übernahme des Marktes kosten würde: „Wir müssen dabei von einer Größenordnung von 100 000 Euro an laufenden Kosten ausgehen.“ Hinzu kommen Anschaffungskosten für Hütten und Elektrik von rund 60 000 Euro. Dies sei ohne Haushaltsansatz nicht zu stemmen.