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Der junge Chor „Sound Inside“ verstärkt um Sängerinnen des Gemischten Chors sangen unter anderem zum Finale „Singing In The Rain“ und „Ein Freund, ein guter Freund“. Foto: Recklies
Der junge Chor „Sound Inside“ verstärkt um Sängerinnen des Gemischten Chors sangen unter anderem zum Finale „Singing In The Rain“ und „Ein Freund, ein guter Freund“. Foto: Recklies
31.10.2016

Liederkranz Engelsbrand feierte das junge Ensemble „Sound Inside“

Beim Herbstfest des Liederkranzes Engelsbrand, das am Samstag in der Grunbacher Kulturhalle gefeiert wurde, stand das 15-jährige Bestehen des jungen Chors „Sound Inside“ im Zentrum. Für Erwin Haller, den Vorsitzenden des seit 1862 bestehenden Liederkranzes, steht außer Frage, dass es die richtige Entscheidung gewesen ist, im Jahr eins nach der Jahrtausendwende den Chor „Sound Inside“ aus der Taufe zu heben, um vor allem mit junger Chormusik auch jüngere Sängerinnen und Sänger für den aktiven Gesang zu begeistern.

Bei den Frauen hat dieses Vorhaben auch gut geklappt. Singende Männer indes sind beim Liederkranz Engelsbrand Mangelware. So standen denn auch beim Konzert zum kleinen Jubiläum von „Sound Inside“ nur fünf Männer auf der Bühne – ein sechster war kurzfristig ausgefallen. Unterstützt wurden die Männer aber teilweise von Chorleiter Bernd Philippsen, der somit nicht den Chor am Flügel begleitete, sondern der bei dem einen oder anderen Lied auch als Sänger dafür sorgte, dass man der großen Überzahl an Frauen etwas entgegensetzen konnte. Außerdem präsentierte er beim Konzertabend eine Neukomposition als Klaviersolo.

Gerne würden Haller sowie Margit Döther, die „Sound Inside“-Beauftrage beim Liederkranz, dem Männermangel etwas entgegensetzen. Bei jedem Anlass verweisen die beiden daher auf die montägliche Singstunde sowie die Notwendigkeit, neue Männer – sowohl für den Gemischten Chor, als auch für „Sound Inside“ zu gewinnen. Und Haller nutzte auch den im letzten Block des Programms von beiden Chören gemeinsam vorgetragenen Titel „Hör auf zu weinen“ aus dem Musical Tarzan (Original: „You’ll be in my Heart“) dazu, für die Singstunde zu werben, denn nicht wenige Frauen müssten ihre Männer trösten, wenn diese nicht zum Singen könnten, scherzte der Liederkranzvorsitzende.

Frisch interpretierte Titel

Der Gemischte Chor hatte den Abend zunächst eröffnet, bevor schließlich die Freundschaft Unterreichenbach als Gastchor unter der Leitung Frank Ramsayers zu erleben war. Nach der Pause gehörte dann dem Chor „Sound Inside“ die Bühne, der vor allem mit Musicalmelodien aufwartete und die Besucher in der Kulturhalle mit den frisch interpretierten Titeln auch begeisterte. Dass freilich nicht nur der junge Chor sich auch solcher Chorliteratur widmet, hatte der Gemischte Chor schon zu Beginn des Abends deutlich gemacht. Denn auch hier waren im Programm mit den Titeln „Memory“ aus Cats oder mit „Denk an mich“ aus „Phantom der Oper“ Musicalmelodien zu hören. Da waren die später von „Sound Inside“ gesungenen Stücke wie „I Will Follow Him“ aus „Sister Act“ oder Titel aus Musicals wie „Grace“ oder „Westside Story“ quasi die perfekten Abrundungen.

Dass der junge Chor „Sound Inside“ den „Sister Act“-Titel nicht nur wegen dessen Dynamik ausgesucht hatte, sondern auch, weil er an diesem Abend eine besondere Bedeutung hatte, machte Döther, die auch durch das Programm führte, deutlich. Denn Bernd Philippsen begleite den Chor als dessen Leiter nicht nur – er habe zu der sehr positiven Entwicklung beigetragen, lobte sie. Verbunden mit den Worten gab es für Philippsen auch ein Geschenk.