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Kampfszenen im Schlossgarten: Bei der „Live-Action-Role-Play“-Veranstaltung in Neuenbürg schlüpften insgesamt 45 Teilnehmer in die Rolle von Abenteurern, Kämpfern, Magiern oder Orks.  Fotos: Molnar
Kampfszenen im Schlossgarten: Bei der „Live-Action-Role-Play“-Veranstaltung in Neuenbürg schlüpften insgesamt 45 Teilnehmer in die Rolle von Abenteurern, Kämpfern, Magiern oder Orks. Fotos: Molnar
28.06.2016

Live-Rollenspiel rund um Schloss Neuenbürg mit 45 Akteuren

Jemand schreit. „Ans Eck“, ruft Feldwebel Gonnar. Kämpfer mit Wappen und Schwert laufen um die Ruine, aus dem Wald kommt eine weinende Kräuterfrau. „Findet die Kreaturen, alles andere ist mir egal“, befiehlt Gonnar alias Mario Burger.

Ein Trupp macht sich auf die Suche, hört Schreie, rennt zurück zur Burg. Doch die Feinde sind entwischt, Verwundete lassen sich beim Lager des Feldwebels verarzten. Natürlich nicht echt: Was rund um die Neuenbürger Schlossruine passiert, ist alles nur gespielt. Erstmals findet dort eine ganztägige „Larp“-Veranstaltung statt – ein „Live Action Role Play“. Den Plot zu „Das Geheimnis von Burg Waldeck – Die dunkle Bedrohung“ hat Spielleiter Stefan Stöhr aus Steinheim wochenlang vorbereitet, koordiniert nun das Live-Rollenspiel per Funk. Darin geht es um einen Vampir, der die Burg einst bewohnte und noch Anhänger hat. Eingebaut sind Handlungsstränge für Rebellen, Kämpfer, Magier, Abenteurer, Alchemisten und Orks, die im Wald für Nervenkitzel sorgen sollen.

Sogar ein Werwolf, gespielt von Bodo Bernd von den Spielleuten und Landsknechten Neuenbürg, treibt in einem Labyrinth im Schlosskeller sein Unwesen. Rezepte für die Heilkundigen, eine Bibliothek mit Tipps, wie man die Rätsel löst – alles ist vorhanden. Eine Vorführung vor Publikum ist nicht vorgesehen. Vielmehr geht es um ein freies Spiel – wer kurz aussteigt, muss ein Zeichen geben – bei dem jeder seinen Charakter weiterentwickeln kann.„Faszinierend ist, dass die Geschichte offen ist“, sagt Stöhr, der seit acht Jahren Larp-Spielleiter ist und hauptberuflich eine Kampfsportschule leitet. Die Kulisse in Neuenbürg biete sich an, der Schlossgarten etwa für Kampfszenen, der Wald für die Kräutersuche. Mehr lesen Sie am Mittwoch in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.