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Rund 500 Besucher zählte die Polizei beim Infoabend in Darmsbach. Hier gab es Informationen zur geplanten Einrichtung einer Notunterkunft für Flüchtlinge in einem ehemaligen Firmengelände. © Seibel
Großes Interesse beim Asyl-Infoabend in Darmsbach: Über 500 Menschen leben im Remchinger Ortsteil. Knapp 300 Flüchtlinge sollen hier in einer Notunterkunft ein Dach über dem Kopf bekommen. © Fuchs
Das Piepenbrock-Areal soll eine Flüchtlingsunterkunft werden. © Ketterl
14.10.2015

Liveticker zum Nachlesen: 500 Besucher bei Asyl-Info in Darmsbach - Unmut und Verständnis

Remchingen-Darmsbach. Die Polizei schätzt die Besucherzahl beim Asyl-Infoabend in Darmsbach auf etwa 500 Personen - so viele Einwohner hat ungefähr der Remchinger Ortsteil, in dem bald eine Notunterkunft für rund 300 Flüchtlinge in einem ehemaligen Firmenareal eingerichtet werden soll. Diese Nachricht hatte wie eine Bombe in der Gemeinde eingeschlagen. Lesen Sie im Liveticker auf PZ-news, was an dem Abend gesagt und gefragt wurde.

Eine Bürgerverein sammelt Unterschriften gegen die Größe der Unterkunft, ein Nöttinger Unternehmer kündigte auf dem sozialen Netzwerk Facebook zunächst die Aufstellung einer Bürgerwehr an, ruderte später aber gegenüber der PZ wieder zurück. Man musste mit einem großen Maß an Unzufriedenheit und Widerstand rechnen. Doch die lebhafte Diskussion verlief dennoch in geordneten Bahnen. Trotz zahlreicher Zwischenrufe und der ein oder anderen Unmutsbekundung blieb es grundsätzlich ruhig.

Etliche Bürger äußerten Sorgen um die Sicherheit ihrer Familie oder ihres Eigentums, andere wiederum machten Mut, offen auf die Neuankömmlinge zuzugehen. Den einen war der angekündigte Sicherheitsdienst zu schwach besetzt, andere lobten das „Netzwerk Asyl“, das sich in Remchingen sehr gut entwickelt habe und auch in Darmsbach helfen würde.

Ein Zuhörer prophezeite den Sprechern am Podiumstisch, dass sie bei der nächsten Wahl nicht wieder gewählt werden würden. Der Remchinger SPD-Gemeinderat Andreas Baier erklärte zum Schluss der Veranstaltung, dass es ihm egal sei, ob ihm das Stimmen koste, „Hauptsache wir helfen“.

Bildergalerie: Asyl-Info in Darmsbach: Bürger zeigen Unmut und Verständnis