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Mit viel Musik erzählten der Jugendchor Stein Eisingen und die Musikschüler von Ulrike und Roman Rothen die Geschichte eines Kalifen, der in einen Storch verwandelt wird. Mit dem gemeinsamen Projekt – hier dirigiert von Chorleiterin Beatrix Mann – begeisterten die jungen Musiker ihr Publikum in der Heynlinschule. Foto: Roller
Mit viel Musik erzählten der Jugendchor Stein Eisingen und die Musikschüler von Ulrike und Roman Rothen die Geschichte eines Kalifen, der in einen Storch verwandelt wird. Mit dem gemeinsamen Projekt – hier dirigiert von Chorleiterin Beatrix Mann – begeisterten die jungen Musiker ihr Publikum in der Heynlinschule. Foto: Roller
22.05.2017

Märchenhaftes Projekt des Jugendchors Stein-Eisingen mit Musikschülern

Viele sind dem Ruf des Kalifen gefolgt und haben sich gut eine Stunde lang auf eine musikalische Reise begeben in die wundersame Welt des Orients: Die Aufführung des Märchens „Kalif Storch“ am Sonntag in der Steiner Heynlinschule war gut besucht. Gemeinsam erzählten der Jugendchor Stein Eisingen, die Musikschüler von Ulrike und Roman Rothen sowie die Theaterregisseurin Dagmar Brade von bösen Zauberern, von List und Liebe, von Magie und falschem Stolz. Die Aufführung bildete den Auftakt zur Reihe „Kultur im Ort“, die bis zum 22. September noch fünf weitere Veranstaltungen bereithält.

Insgesamt standen in der Aula der Steiner Heynlinschule rund 40 Mitwirkende auf der Bühne. Lange hatten der Jugendchor und die Musikschüler getrennt voneinander für den gemeinsamen Auftritt geübt. Zwei gemeinsame Proben mussten reichen. Während die rund 15 Sänger des Jugendchors unter der Leitung von Beatrix Mann ihre Stimmen zum Einsatz brachten, zeigten die Musikschüler von Roman und Ulrike Rothen, was sie auf ihren Instrumenten schon alles gelernt haben. Sie sind zwischen fünf und 76 Jahre alt und spielten Querflöte, Kontrabass, elektrische und akustische Gitarre.

Ende gut, alles gut

Die Theaterpädagogin und Regisseurin Dagmar Brade nahm auf einem Sessel Platz und erzählte die Geschichte des Kalifen Chasid, der von dem bösen Zauberer Kaschnur durch einen Trick in einen Storch verwandelt wird. Auch wenn es ihm gefällt, die Flügel auszubreiten und durch die Lüfte zu fliegen, will er nicht für immer als Tier leben müssen. Mithilfe der ebenfalls von Kaschnur in eine Eule verwandelten Prinzessin Lusa schafft er es schließlich, den bösen Zauberer zu überlisten und die Verwandlung rückgängig zu machen. Am Ende heiratet er Lusa, die sich dadurch wieder in eine schöne Prinzessin verwandelt.

„Das ist eine tolle Geschichte“, sagte Roman Rothen, „sie hat eine schöne Handlung und nimmt ein gutes Ende.“ Der in Stein lebende Komponist hatte das ursprünglich von Wilhelm Hauff stammende Kunstmärchen eigens für die Aufführung in der Heynlinschule neu arrangiert. Dabei hat er darauf geachtet, dass es die Musikschüler und die Sänger in der ihnen zur Verfügung stehenden Zeit einstudieren können. Das Publikum bedankte sich bei den Mitwirkenden mit tosendem Applaus. Die Zugabe folgte prompt.