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Die Berliner Mauer ist gefallen, in Huchenfeld steht sie noch. Sie zeigte sich am 1. Mai sogar richtig bunt. Am Kreisel gibt es dort sogar eine Wachanlage, nur wollte am 1. Mai dort niemand seinen Dienst verrichten, weshalb die Wanderer ungehindert durch den Pforzheimer Stadtteil ziehen konnten. © Ketterl
01.05.2014

Maischerze: Mauerfreies Huchenfeld und Knittlinger Schlittenbahn

Es gibt Maistreiche und Maischerze, über die einen kann man sich mehr ärgern, über die anderen mehr lachen. Auf jeden Fall gab es am 1. Mai in der Region einige kreative Aktionen zu bestaunen – und auch zwei Maibäume, von denen nicht viel mehr als Kleinholz übrig blieb.

PZ-news sucht nun den schönsten Maibaum. Schicken Sie ein Bild des aufgestellten Baumes an internet@pz-news.de und teilen Sie uns mit, welcher Verein, welche Gruppe beim Aufstellen geholfen hat. Anschließend entscheiden die PZ-news-Leser in einer Abstimmung, welcher Maibaum der schönste in der Region ist.

Die Maibaum aufstellenden Vereine können einen vom Adler Bräu aus Wiernsheim und PZ-news vatertagstauglich gepackten Bollerwagen und die Foto-Einsender zwei Kisten leckeres Adler Bräu gewinnen.

Weitere Infos: >>> hier klicken <<<

Bildergalerie: Unbekannte fordern am 1. Mai ein mauer-freies Huchenfeld

Zum Schmunzeln waren zum Beispiel der Versuch einer Huchenfelder Untergrund-Befreiungsgruppe, den Stadtteil wieder mauerfrei zu machen, oder die Knittlinger Jungunternehmer, die über Nacht eine Schlittenbahn in der Fauststadt aufgebaut haben und so den Tourismus ankurbeln wollten. Viel Mühe hatten sich die Huchenfelder gemacht, um die Lärmschutzmauer rund um das Neubaugebiet Binne Mai-tauglich zu machen. Beim Kreisverkehr errichtete sie sogar zwei Wachtürme und einen Schlagbaum als Kontrollpunkt. „Huchenfeld wird mauerfrei“ stand in großen Lettern an der kahlen Wand auf großen Leintüchern geschrieben, die Spaziergänger und Autofahrer hatten sichtlich ihren Spaß an diesem originellen Maienstreich, der vor und in der Sparkassen-Filiale mit dem Mauermuseum seine Fortsetzung fand.

Alle Bildergalerien zum 1. Mai finden Sie unter >>> www.pz-news.de/mai <<<

Bildergalerie: Kreativ, frech, absurd: Maischerze aus der Region

Kreative Zeitgenossen griffen in Knittlingen in die Ideenkiste und errichteten die Fauststädter „Schlittenbahn zum Purzelbaum“. Auf einer Wiese entstand eine nachgeahmte Seilbahn mit pfiffiger Bandenwerbung und einem Kassenhäusle. „Es gibt zwei Schlittenbahnen in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen (blaue und rote Abfahrt)“, melden die Initiatoren. Und, besonders erfreulich: „Alle Anwohner haben freie Benutzung der Aufstiegsanlagen.“

Bildergalerie: Abgesägte Maibäume in Friolzheim und Lomersheim

Pfiffig auch die Idee von Ria Flatt, die an der Pforzheimer Kaiser-Friedrich-Straße ihren Patenbaum mit roten Plastik-Blüten schmückte. „Nachdem die Bäume nur Blätter tragen, habe ich meinen Bekannten erklärt, dass der Baum nun nur am 1. Mai blüht“, scherzt die Pforzheimerin. Mit dem Dauerbrenner Windkraft hat man sich in Büchenbronn am Dorfbrunnen auseinandergesetzt. Unbekannte haben dort eine Standortprobe aufgebaut. Herbert Eberhardt, der beim Spaziergang zufällig vorbeikam, musste schmunzeln. „Wenn es mit dem Wind nicht klappt, dann machen wir eben auf Wasserkraft.“ In Engelsbrand fand sich zum gleichen Thema dagegen nur ein bescheidenes Plakat am Kreisverkehr.

Bildergalerie: 1. Mai: Knittlinger bauen Schlittenbahn

Die Steinegger fühlten sich am Ortsschild vom Bürgermeister und dem Gemeinderat „verraten und verkauft“ und machten ihrem Ärger wegen der Asylbewerber-Unterkunft im ehemaligen Altenheim St. Josef Luft.

Bildergalerie: In Königsbach-Stein wird der 1. Mai gefeiert

Nur noch ein kleiner Stumpen des Stammes war in der Friolzheimer Ortsmitte vom am Vorabend aufgestellten Maibaum übrig. Unbekannte hatten den Baum abgesägt und zudem auch noch die Spitze gekappt. Auch der Maibaum in Lomersheim wurde abgesägt und zerstückelt. Beschädigt wurden dabei die Wappen der Lomersheimer Vereine und der Kranz.

Bildergalerie: Königsbach: Maibaum aufgestellt und gefeiert

In Stein beschwerten sich Scherzbolde über ihren letztjährigen, etwas kümmerlichen Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz. Sie hatten ein kleines Bäumchen aufgestellt, dazu der Hinweis: „Schau nicht so, bin selber erschrocken.“ In Niefern wurden an der Pergola auf dem Marktplatz Schirme aufgehängt. Auf einem Plakat stand: „Wir lassen Sie nicht im Regen stehen!“

Bildergalerie: Feiern und Scherze: 1. Mai rund um Neulingen - 1

In Remchingen suchten Unbekannte eine Frau für einen jungen Goldschmied. Sie stellten eine Wäschespinne auf dem Singener Marktplatz auf, bestückt mit Unterhosen und Strümpfen – und dahinter platzierten sie eine Kontaktanzeige, die für einige Lacher sorgte. „Junger, erfolgreicher Goldschmied sucht Frau für gewisse Stunden“, schrieben die unbekannten Täter auf den Zettel an der Straßenlaterne – samt Handynummer. Offensichtlich soll die neue Glückliche nicht nur Wäsche waschen können, sondern auch „große Schellen ab 90DD“ haben, immerhin biete der Junggeselle im Gegenzug ein „eigenes Haus ohne Altlasten“. Ganz schön verwundert war der scheinbare Brautwerber, der die Aktion aber sehr humorvoll nahm. Jedenfalls die Wäsche ist dank des Regenwetters jetzt gewaschen.

Bildergalerie: Feiern und Scherze: 1. Mai rund um Neulingen - 2

Ansonsten wagten sich in der verregneten Walpurgisnacht in Remchingen glücklicherweise nur an wenigen Stellen Randalierer mit Klopapier oder Rasierschaum bewaffnet auf die Straßen.

Bildergalerie: Viel Spaß beim Bilfinger Maibaumfest

Die Wetterprognosen waren eindeutig. Mit Regen und kälteren Temperaturen mussten die Maiwanderer rechnen. Doch echte Freiluftliebhaber kennen kein schlechtes Wetter, denn wenn die Kleidung stimmt, leidet auch die Stimmung nicht. Und so begaben sich im östlichen Enzkreis zahllose Wanderer am 1. Mai auf Tour. Darunter waren nicht nur viele junge Männer, auch die jungen Frauen mischten in den einzelnen Gruppen erkennbar mit. Zu den zahlreichen Anlaufstellen für Mai-Festivitäten zählte in der Region beispielsweise das Maifest der Feuerwehr in der Plattenwaldhütte bei Pinache. Gut besucht war auch das Maifest des Gesangvereins „Harmonie“ Diefenbach. Die dortigen Kuchenspezialitäten demonstrierten, dass am 1. Mai nicht nur alkoholische Getränke konsumiert werden, sondern auch die Grundlage zählt.

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