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Die metallverarbeitende Industrie im Gewerbegebiet „Allmendwiesen“ könnte für die Verunreinigungen in der Luft verantwortlich sein. Zu diesem Schluss kommt die Masterarbeit, die Rolf Engelmann (links) und Rainer Botz von der Bürgerinitiative in den Händen halten. Foto: Nico Roller
Die metallverarbeitende Industrie im Gewerbegebiet „Allmendwiesen“ könnte für die Verunreinigungen in der Luft verantwortlich sein. Zu diesem Schluss kommt die Masterarbeit, die Rolf Engelmann (links) und Rainer Botz von der Bürgerinitiative in den Händen halten. Foto: Nico Roller
14.05.2019

Masterarbeit zeigt: Schwermetalle in der Königsbacher Luft

Königsbach-Stein. An einigen Stellen in Königsbach sind die gesetzlichen Grenzwerte für Schwermetalle in der Luft in der Vergangenheit zum Teil deutlich überschritten worden. Zu diesem Schluss kommt Marc Andre Leidich in seiner Masterarbeit, die er im Dezember vorigen Jahres an der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen vorgelegt hat. Insgesamt analysierte der Wissenschaftler zwölf Messpunkte, verteilt auf den gesamten Ortsteil Königsbach.

90 Tage, von Ende April bis Ende Juli, standen die Vorrichtungen – und zwar so, dass damit alle relevanten Bereiche abgedeckt werden konnten. Das Erkenntnisinteresse seiner Masterarbeit bestand im Vergleich zweier Messverfahren zur Feststellung von Schwermetallkonzentrationen in der Atemluft. Gleichzeitig zeigen die dabei gewonnenen Ergebnisse: An einigen Messpunkten sind gesetzliche Grenzwerte teilweise deutlich überschritten worden. Etwa der für Nickel. Ein Metall, das in vielen Verbindungen als gesundheitsschädlich gilt. An fünf der zwölf Messpunkte wurde der gesetzliche Grenzwert von rund 15 Mikrogramm pro Quadratmeter und Tag überschritten, an einem sogar um das Zwanzigfache.

Gesundheitsschädliche Wirkungen haben auch viele Chromverbindungen. In Ermangelung eines gesetzlichen Grenzwerts für den Staubniederschlag, legte Leidich bei Chrom den Beurteilungswert der Bundesbodenschutz- und Altlastenverordnung zugrunde – ein im Wissenschaftsbetrieb übliches Verfahren. Dieser liegt bei rund 82 Mikrogramm pro Quadratmeter und Tag. An einem Punkt wurden 565 Mikrogramm gemessen: eine Überschreitung um das Siebenfache.

Stellt sich die Frage: Woher kommen die Schadstoffe? Naheliegend sei eine Herkunft der in der Luft befindlichen Schwermetalle aus der ortsansässigen, metallverarbeitenden Industrie, sagt Leidich. Aber er stellt auch klar: Einzelne Betriebe direkt verantwortlich zu machen, sei nicht möglich.

Mehr lesen Sie am Mittwoch, 15. Mai, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Einsteiner
15.05.2019
Masterarbeit zeigt: Schwermetalle in der Königsbacher Luft

An einigen Messpunkten sind gesetzliche Grenzwerte teilweise deutlich überschritten worden. Etwa der für Nickel. Ein Metall, das in vielen Verbindungen als gesundheitsschädlich gilt. An fünf der zwölf Messpunkte wurde der gesetzliche Grenzwert von rund 15 Mikrogramm pro Quadratmeter und Tag überschritten, an einem sogar um das Zwanzigfache. Luftschadstoffe in Quadratmeter und Tag ? Wie geht das denn ? mehr...

OB-Kandidat
15.05.2019
Masterarbeit zeigt: Schwermetalle in der Königsbacher Luft

Es handelt sich um die Niederschlagsmenge der Schadstoffe, die sich pro Quadratmeter täglich auf dem Boden ansammelt. Ganz toll, Pforzheim hat gerade für genau den Betrieb, der nach meiner Überzeugung der Hauptverursacher für die Emissionen ist, ein Sondergebiet mit umfangreichen Sonderrechten ausgewiesen.... mehr...